Unisystem <---> WoD
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Re: Unisystem <---> WoD
von Mandavar am 05.11.2013 21:08...Ja.
Viel lässt sich da nicht mehr zu schreiben, was die WoD angeht, was mich stets sehr betrübt.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich mein in "World of Darkness Chicago" einem Setting-Buch für das Grundregelwerk, Mage, Vampire und Werwolf gibt es Ansätze was eine Crossover-Gesellschaft Übernatürlicher WoD-Bewohner angeht. Leider nur in der Beschreibung von Variationen des "Standard"-Settings.
Wie passen Atlantis und Irem zusammen? Was ist mit den Grenzgebieten und der Zeit bevor der SCHATTEN von unserer Welt durch den VORHANG getrennt wurde? Wie passen FAERIE/Arcadia und das Höhere Reich Arcadia zusammen?
Was ist mit Unterwelt und Hecke?
Gottmaschiene? Däonen und Engel?
Mann, was würd ich dafür geben, wenn man das nicht selbst irgendwie zusammen prutschen müsste.
Ich meine Mal in einem Translation Guid ezu Requiem - Maskerade gelesen zu haben, dass einer der Unterschiede zwischen alt und neu seni sollte, dass wir jetzt alle in der gleichen Welt wohnen, was vorher nicht wirklich der Fall war. Aber war es das wirklich nicht?
Ich meine wenn Wolflinge keine Garou sind, wieso haben sie dann in Dark Ages die gleichen Stämme?
In meinen Augen hat früher viel von den verschiedenen Hintergrundmythologien zusammengepasst und war irgendwie auf die Triade zurückzuführen. Nur der Anteil christlicher Mythologie stand etwas quer, zumindest in Vampire. Demon the Fallen war da dann doch eine etwas andere Geschichte.
Seit ich letztens bei der Drachenzwinge in einem One-Shot Dresden Files gespielt habe und so auf den Dresdenverse Geschmack gekommen bin schwebt mir ja eine Runde vor, in der man sich alles was in der nWoD/cWoD fein ist schnappt und da an die entsprechenden Stellen steckt, weil man dann endlich mal ordentlich "crossovern" kann. Aus bisherigen Erfahrungen weiß ich aber, dass man dann vorsichtig mit der Implementierung von Unterfraktionen seien muss, weil die das Spiel arg verkomplizieren können.
Wenn man viele Übernatürliche zur Auswahl hat, dann braucht man nicht mehr so viele Unterfraktionen zur Differenzierung der Charaktere.
Wenn Witchcraft ein ähnlich übergreifendes Setting bietet, sollte ich mich dahingehend vielleicht auch noch erkundigen.
(Ich wollt nur nochmal einen Bogen schlagen ;)
Re: Unisystem <---> WoD
von Matze am 05.11.2013 16:46Puha! Wo fange ich da an?
Zum X-over: Zum einen fehlen mir bei der WoD X-over-Gruppierungen (s.o. Beispiel House of Thanatos bei WC oder aber auch die Nomads, die Magier, Werwesen und evtl. andere "Misfits" beinhalten). Wie gesagt, meine Kenntnisse sind da allerdings auch begrenzt, was die nWoD angeht. Also bitte erleuchtet mich, wenn ich da falsch liege! Das Regelsystem der nWoD mag ja auf dea Powerlevel der Charaktere geachtet haben (ein echtes Plus vlt. gegenüber WC), aber wird ein X-over auch von der Intention des Spiels gestützt durch irgendwas wie Organisationen, gemeinsame Ziele etc.?
Zum Metaplot: Der Metaplot ist natürlich vergleichbar. Aber man findet bei WC keine Erklärung der heutigen Welt aus Sicht der Vampire, eine zweite Erklärung der Welt aus Sicht der Werwölfe und eine dritte aus Sicht der Magier. Es gibt eine Welterklärung, in der alle Kreaturen eine Rolle spielen. Und Welt kann hier in allen Fällen auch als Uni-(oder Multi-)versum gelesen werden. Und das meine ich mit Verzahnung. Alle beeinflussen alle! Und natürlich gibt es Organisationen, die niemals mit einem Vampir kooperieren würden. Und andere wiederum haben vielleicht ihre Probleme mit bestimmten Magiern. Aber man findet eben auch Gruppierungen, wo etwas wie Kooperation normal oder eben möglich ist, weil es gemeinsame Ziele gibt und eine einzelne Gruppe, die "vor Ort" ist, nicht stark genug ist, ein Problem allein zu regeln. Ein Vampir und ein Magier aus dem Twilight Order könnten also z. B. einen unabhängigen Divine Inspired bitten, ihnen bei der Bekämpfung eines Mad Gods zu helfen. Der Divine Inspired (göttliche Kräfte) mag den Magier als Ketzer ablehen und den Vampir als verfluchtes Monster, aber die Gefahr des Mad Gods ist viel größer anzusehen. Ein kategorisches "Nein" seitens des Spiels oder der Spielrealität gibt es also nicht. Die WoD muss sich, glaube ich, ein wenig verbiegen, um so etwas möglich zu machen. Mag klappen für das Haussetting, ist aber seitens des Spiels wohl nicht vorgesehen. Mit "vorgesehen" meine ich, ich muss das nicht erst für "meine" Spielwelt selbst konstruieren, sondern ich weiß, dass es durchaus "normal" für die Spielwelt ist.
Und "zanken" will ich auch nicht. Ist quasi wie im Elysium hier! ;) Nee, Scherz, alles gut und ich nenne sowas einen "angeregten Austausch von Sichtweisen!"
Clawdeen
Gelöschter Benutzer
Unisystem <---> WoD
von Clawdeen am 05.11.2013 15:21Ich hab das jetzt mal hier rüber geholt, weil ich den Thread zu den Vorstellungsstreams nicht mit Systemvergleichen o.ä, "zumüllen" will.
Von Matze:
Was aber anscheinend immer noch verpasst wurde, ist die Möglichkeit, gemischte Runden zu spielen und hierzu einem SL Hintergrundmaterial an die Hand zu geben. Für ein vollwertiges X-over fehlt mir da also was...
Zum Balancing bei Witchcraft ist zu sagen, dass sich definitiv manches besser mischen lässt als anderes, ganz klar! Hierbei beziehe ich mich aber nur auf die Regeln des Spiels, nicht auf die Hintergrundwelt! Ich empfinde es so, dass bei WC die Hintergründe von Magiern, Vampiren, Werwölfen, etc. besser miteinander "verzahnt" wurden, als das bei der WOD (egal, ob o oder n) geschehen ist.
Abgesehen von diesen Kleinigkeiten: Mit der richtigen Spielgruppe und Einstellung sind wohl beide Systeme gut spielbar.
Aus banalen, weltlichen Kostengründen schneidet WC aber besser bei mir ab, weil ich für sehr viel weniger Geld die komplette Welt präsentiert bekomme als bei der WOD. Aber das muss jeder selbst beurteilen. Wer sich detailiert auf eine Gruppierung (Magier, Vampire, Werwölfe, oder, oder, oder...) festlegen möchte, wird wohl aufgrund der Detailfülle eher die WOD bevorzugen.
Ein versöhnliches mfG! ;)
Irgendwie kapiere ich so manchen Punkt nicht so ganz, also frag ich noch mal nach:
Was verstehst du denn unter Hintergrundmaterial bzw. was genau fehlt dir denn genau?
Ich kann mich da bzgl. des Unisystems nur auf die Aussagen des Livestreams stützen im Grunde, und da hieß es
- nur vager Metaplot, eigentlich nur, dass alles auf die Apokalypse zusteuert (--> Armaggeddon)
- Hausfrau + Militärspezialist + Magier + Sohn von Thor zusammen spielbar --> natürlich unbalanced
- Würfelmechaniken im Kern gleichbleibend, nur geringe Unterschiede (in Bezug auf core, cineastic, nicht auf's Subsystem)
Alle 3 Punkte treffen auf die nWoD genauso zu.
Den Absatz hab ich noch weniger kapiert.

Crossover lässt sich auf Basis der Regeln nicht so gut umsetzen (in ausbalancierter Form), hinsichtlich der Hintergrundwelt aber schon? Ist es das?
Vielleicht kann ich das nicht verstehen, weil ich eben nur AFMBE kenne von den Systemen, aber was bitte steht z.B. in Witchcraft, dass mir auf Basis des Hintergrunds gut verzahnt ermöglicht, eine Vampirjägerin, einen Vampir, eine Magierin und einen Drill Sergeant (DJ, Feuerwehrmann ...) zusammen zu spielen? Thors Sohn lasse ich dabei mal raus, da dieses Armaggeddon ja ein Folgesystem ist, also eine etwas andere Zeitlinie verfolgt.
Teile davon, ja. Aber alles in Kombi? Wo man doch eher angehalten ist (soweit ich weiß), sich ein eigenes Setting aus den angebotenen Möglichkeiten zu kreieren oder eins der vorgeschlagenen zu übernehmen?
Ich seh da den Unterschied zur WoD nicht.
Beim vorgegebenen Metaplot der oWoD wird es da im Vergleich deutlich eng, sehe ich wohl auch so (Magier + Changelings + Menschen + Mumien gehen gut, Vampire und Werwölfe so gar nicht beispielsweise), wobei die oWoD auch laut offizieller Aussage niemals als crossovertauglich gedacht war (darum auch die teils stark differierenden Werte in den Corebooks einer "Spezies" und den Antagonistenangaben zur selben Spezies in einem anderen Corebook), sondern als parallel mit eindeutigem Spotlight angelegte Subsysteme.
Aber in der nWoD sind Fehden u.ä. nicht mal vorgegeben - dennoch gibt es eine bunte Vielfalt aus Möglichkeiten, sich daraus ein Setting zu basteln ... das ist doch dasselbe in grün wie beim Unisystem?
Grüße zurück, aber keine versöhnlichen, da unnötig. Ich will ja gar nicht zanken, ich mag beide Systeme gerne und spiele beide gerne - gerade darum finde ich den Vergleich und die Diskussion allerdings spannend.
Ja, für mich persönlich "gewinnt" im Vergleich klar die nWoD, aber wie du schon schreibst, ist das u.a. schlicht den individuellen Rahmenbedingungen (Kosten, Kenntnis, Umfang, Fokus) geschuldet.
Also noch immer kein Grund zu zanken.

Clawdeen
