"Der Weg in den Krieg" - Eine rollengespielte Geschichte

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Orbi

33, Männlich

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"Der Weg in den Krieg" - Eine rollengespielte Geschichte

von Orbi am 10.08.2018 10:45

Moin,
ich möchte Versuchen, dass die Geschichte, die wir über Discord als RPG-Chat entwickeln, hier zum mitlesen anzubieten.
In ungewissen Abständen wird die erlebte, gespielte und erzählte Geschichte hier erweitert.
Bei Interesse kann auch quer eingestiegen und mitgespielt werden.
Ich übernehme keine Haftung für historische Korrektheit und Einhaltung der geschichtlichen Abfolge der Ereignisse, wie wir sie kennen. Schließlich ist es eine Geschichte. Und sie ist im Entstehen.
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HINTERGRUND (kleiner Exkurs in Geografie und Politik)
Wir befinden uns auf der Erde, wie wir sie kennen. Naja, nicht ganz so, wie wir sie kennen. Die südliche Halbkugel ist überwiegend mit Wasser bedeckt. Australien, Malaysia, Afrika und Südamerika sind als Landmassen nicht existent. Die Völker und Rassen sind wirklich Völker und Rassen, als ob sie aus einer Fantasy Geschichte stammen.

 

Deutschland ist aus den Herzogtümern und Gebieten der Menschen gewachsen und nach dem großen Krieg erneut erstarkt.
Die Nachbarn der Menschen sind im Norden der Clan der Dänen, ein Clan von Hügelzwergen.
Im Westen sind die Halblinge in mehreren Reichen ansässig. Die Niederländer, Belgier, Franzosen und das Herzogtum Lichtenstein.
Im Süden Grenzen die menschenähnlichen Schweizer. Sie sind hervorragende Bankiers, die ihre Neutralität durch ihre hohe Magieaffinität erhalten können. Der Clan der österreichischen Zwerge wohnt ebenfalls in den Bergen der Alpen.
Im Osten sind die Nachbarn etwas kleiner als Menschen, mit hellgrüner Haut und leicht spitzen Ohren sind die Goblin Stämme der Polen, der Tschechen und Slowaken, Ungarn und so weiter angesiedelt.

Der Nationalsozialismus wuchs nach 1930 zur Massenbewegung heran. Am 30. Januar 1933 wurde ihr und ihren rechtskonservativen Verbündeten die politische Macht übergeben, als Reichspräsident Paul von Hindenburg einem Zwerg aus dem Clan der Österreicher zum Reichskanzler ernannte. Der Föhrer, Azolf Hintern ist für Menschen relativ klein, für einen Zwerg aber recht lang und schlaksig. Er hat seinen Bart gestutzt und nur unter der Knollnase zwei schmale Balken stehen lassen. Dazukommen die kurzen, zum Scheitel gezogenen Haare und die unbuschigen und schmalen Augenbrauen. Schon untypisch für einen Zwerg.

PROLOG:
1. Juni 1936 14:56 Uhr
Ausbildungsstelle "Wolfsburg"
Die Kaserne, in der die Rekruten sich eingefunden haben, ist in der Nähe von Wolfsburg in Niedersachsen. Drei rote Backsteingebäude, quadratisch, praktisch und in Hufeisenform um den Exerzierplatz angeordnet.
Es sind ca. 50 neue Rekruten zum ersten Mal angetreten, 5 Reihen mit 10 freiwilligen Männern und ein paar Frauen. Andere Zehnergruppen sind ebenfalls zu sehen, teilweise marschierend, joggend oder anders beschäftigt.
Der Feldwebel schreitet an den Frischlingen vorbei. Ein mittelgroßer Mann um die 50 Jahre alt, scheinbar von der alten Garde. Uniform mit Orden behängt, Pickelhaube und gezwirbeltem Schnauzbart. Er blickt immer wieder auf seine Taschenuhr, schreitet die Reihen auf und ab. Beobachtet dabei die halbwegs Strammstehenden. Plötzlich klappt er seine Uhr zu und der gesamte Platz kann die dröhnende Stimme hören: "Punkt Fünfzehnhundert! Damit gehör'n eure faul'n Ärsche nun Mir! Ihr seid soeb'n offiziell Soldat'n!" Er lacht laut, das Echo davon schallt von den Gebäuden zurück. "HAH! Von weg'n Soldat'n! Waschlapp'n stehen vor mir! Fünfzig Lapp'n, mit den'n ich eur'n Schweiß noch aufwisch'n werd'! Und nun STRAMM STEH'N! Ich bin Feldweb'l Klintz und ich werd' in der Grundausbildung und darüb'r hinaus eur' Mutt'r, Vat'r und Gott sein!" Und so geht es weiter, er hält eine ganze Stunde lang eine Ansprache.
Die Rekruten werden eingeteilt, leben zusammen, leiden zusammen, werden gedrillt und ausgebildet.
1.2.1937 10:00 Uhr
Feldwebel Klintz befielt, nachdem alle angetreten sind: "Vor sieb'n Monat'n stand'n wir hier und es ist tatsächlich etwas bess'r geword'n mit euch Lapp'n." Er macht eine kurze Pause... "Schütz'n Claus'n, Richt'r, Freiherr von Striegelwitz, Wächt'r, Kais'r, Wint'r, Web'r, Schloss'r, Schultz und Schmidt, Vortret'n! 30 Minut'n bis zum Ausrück'n, Sie werd'n verlegt! Der Rest, weit'r im Dienst, Rühr'n!" Er hat wieder seine Taschenuhr in der Hand und achtet, wie gewohnt, exakt auf die Einhaltung der Zeit.
Ungläubig gucken sich die 7 Männer und 3 Frauen an, besinnen sich schnell und stürmen zu ihrer Koje. Spind ausgeräumt, Gepäck geschnappt und zurück zum Spieß. Dieser sagt nun etwas leiser: "Ihr seid die 10 Best'n Lapp'n. Bild't euch nichts darauf ein. Mitkomm'n!"
Ihr marschiert in Zweierreihen aus der Kaserne, angeführt vom Feldwebel. Ca. 3km ausserhalb wartet ein LKW, der euch nach einer Stunde Fahrt in eine andere "Kaserne" bringt. Der Name ist merkwürdig, "Zentrum für Agrar- und Reichswirtschaftsfahrzeuge" Dort stehen viele LKWs, Traktoren, PKWs, Motorräder. Ihr werdet genau kontrolliert, eingewiesen und seid nun die "2. Kraftradgruppe 1. Aufklärungszug , 6. Reservekompanie". Es befinden sich diverse Werkstätten und Trainingsgelände um das Areal herum. Ein Teilbereich ist nicht für die neue Krad-Gruppe zugänglich.
1.2.1937 12:15 Uhr
Die 2. Krad-Gruppe bekommt eine eigene 10 Personen Baracke zugewiesen. Recht einfach eingerichtet, 5 Hochbetten, 10 Spinde, 2 Tische mit je 4 Stühlen. Sanitär ist in einer extra Baracke. Direkt angeschlossen befindet sich eine Garage inklusive kleiner Werkstatt. In der Garage bzw. Baracke befindet sich die Ausrüstung sowie 8 schwere Krafträder 750 ccm BMW R12, 3 davon mit Beiwagen.
Order für die Krad-Gruppe: Kojen in Beschlag nehmen und Essen fassen. 14:Uhr antreten vor der Kaserne.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.08.2018 19:24.

Orbi

33, Männlich

Beiträge: 11

Re: "Der Weg in den Krieg" - Eine rollengespielte Geschichte

von Orbi am 24.08.2018 06:20

Oberst E. Heeresleitung
12:15 Uhr, noch genug Zeit, um sich einzuquartieren und zum Essen fassen, bevor der Appell stattfindet.
Elderik Schlosser
Elderik war baff, er hätte nach diesen Monaten mit schlimmeren gerechnet. Seufzend sah er sich um, als sie an den mobilen Geräten der Baracke. Sein braunes Haar ist nun kurzgeschoren und die blauen Augen sahen sich um. Seine schmalen rauen Finger strichen über die Uniform. Irgendwie war er dankbar dafür, denn seine Sachen waren nicht so neu und ungebraucht. Ob es seiner Mutter gut ging? Noch einmal blickte er sich um und versuchte, einzuschätzen, was seien neuen Barackenkameraden dachten.
Oberst E. Heeresleitung
Die 6 anderen Mitglieder der Gruppe sind aus irgendeinem Grund recht zurückhaltend und ruhiger.
Christina Wächter
Christina kommt gerade aus dem Lazarett zurück unter dem Arm hält sie einen Rucksack mit dem offensichtlichen Aufnäher der Feldsanitäter der bei ihrer zierlichen Gestallt viel zu groß wirkt. Etwas nervös streicht sie sich eine fast platinblonde Strähne aus dem Gesicht. Ihre Haare sind zu einem Festet Dutt gebunden, die Uniform wirkt trotz der Größe XS immer noch ein wenig zu groß und sitzt vor allem an den Schultern zu locker. Auf der linken Brust ist der Name Wächter eingestickt. Auf den Schulterplatten befindet sich ein rotes Kreuz. Ihre braunen Augen huschen durch den Raum, bis sie die Tische entdeckt und zielstrebig in Richtung dieser läuft. Dort angekommen beginnt sie mit der Bestandsaufnahme ihres neuen Rucksacks.
Elsa Winter
Elsa's Blick schweift durch die neue Unterkunft. Die hellgrauen, fast schon weißen Augen bewegen sich schnell, bleiben auf keinem Detail lange haften. Die anderen hat sie alle in den letzten Wochen des Öfteren gesehen, doch von keinem hat sie sich den Namen gemerkt. Sie hielt es bisher nicht für nötig. Der Rucksack hängt fast schon lässig auf einer Schulter, die schwarzen Haare sind als fester Dutt gebunden, aus dem einige wilde Strähnen herausschauen. Mit der linken Hand spielt sie unbewusst mit dem Anhänger der Kette, die um ihren Hals hängt, während sie durch die Baracke geht und nach ihrem Bett sucht. Dort angekommen landet der Rucksack mit einem dumpfen Geräusch auf selbigem, bevor die Schwarzhaarige sich daneben fallen lässt.
Harm Clausen
Es hatte keine Minute gedauert nachdem alle angekommen waren, und Harm Clausen hatte schon sein Bett vorschriftsmäßig bezogen und seine Sachen in den Spind sortiert. Wie auch schon in der Grundausbildung versucht er immer noch der Mustersoldat zu sein - ohne sich aber jemals bei den Vorgesetzten eingeschleimt zu haben. Jetzt sitzt er an einem der Tische und schreibt gerade einen Brief zu Ende. Und diejenigen, die jemals den Fehler gemacht haben und ihn fragten an wen die Briefe gehen, wissen, dass er mal wieder an sein ‚Mädel daheim' schreibt. Sobald alle in der Baracke sind, steht er aber auf und guckt sich um. Trotz all seiner Bemühungen ist sein norddeutscher Dialekt noch stark zu hören. „Kameraden, ich denke wir sollten jetzt Essen fassen gehen. Wir wissen nich', wat für heute geplant ist, aber ich möchte nich' noch einmal direkt nach 'nem ordentlichen Mittagessen auf die HiBa gehen müssen. Is' glaub' ich besser, wenn wir etwas Zeit zum Verdauen zwischendurch haben."
Oberst E. Heeresleitung
Die anderen belegen 3 Hochbetten, räumen ihre Sachen ein und nicken dann zustimmend, als Clausen das Essen anspricht.
Weber kommt zu Elderik: "Ich bin Weber, Karl. Komme aus Wolfsburg. Mein Vater hat eine Automobilwerkstatt. Mir ist bei der Führung aufgefallen, dass ich nicht der einzige von uns bin, der sich für die Motorräder interessiert?"
Elderik Schlosser
Auch er setzte seine Sachen an seinem Bett ab. "Wolfsburg?", überrascht reiche ich die Hand. "Schlosser, Elderik, ähm ja, mein Vater hat eine Werkstatt und ich habe ihn oft ausgeholfen, daher der Blick. Grüß dich." Als Clausen rief, sah er zu diesem. Er saß schon wieder an einem Brief. "Hörst du? Wir werden zum Mittag aufgefordert. Er ist echt sehr korrekt.", die Zeit einschätzend, war ihm sein eigener Hunger noch nicht all zu gegenwärtig. "Sag, habt ihr nur Autos repariert? Mein Vater hat so ziemlich alles angenommen, was an Mechanik Reparaturen im Umkreis gab. Einmal musste ich mit ihm einen Notstromgenerator flicken. Der Besitzer hatte das Schrottteil mit einem Eisenrohr versucht wieder funktionstüchtig zu bekommen. Hatte nicht so geholfen." Elderik sah Weber ins Gesicht und erwartete ein verhaltenes Lächeln, wie er es zeigte.
Oberst E. Heeresleitung
Weber grinst: "Ja, das habe ich auch schon erlebt. Aber wir haben nur Automobile repariert. Weber & Sohn? Mein Alter setzt auch Kutschen instant. Aber damit kann ich nichts anfangen. Und Hunger habe ich auch. leiser Clausen? Ja, sehr Korrekt... irgendwie ist er immer unter den schnellsten. Unheimlich sage ich dir..."
Elderik Schlosser
"Ein wenig.", grinst Elderik zurück, ebenso leise. "Ach, ich habe kein Spaß an den Motoren, nur an den Kupplungen.", erzählt er frei von der Leber weg und spaziert Richtung Ausgang hin zu den Küchen.
Oberst E. Heeresleitung
Weber: "gibt ja auch mehr an einem Automobil, als den Motor. Wobei der schon das Herzstück ist." Er geht mit Elderik. Die anderen folgen den beiden. Ca. 10 Minuten benötigen sie zur Kantine. Dort gibt es ein Andrang, sind wohl mehr als 100 Menschen versammelt
Einfache Infanterie, Panzergrenadiere, Mechaniker, Sanitäter, Panzerbesatzungen, Pioniere, Offiziere und Unteroffiziere können an den Abzeichen identifiziert werden. Allesamt vom Heer, keine Luftwaffe. Mit leckerem Standartessen beglückt, wird gerade ein Tisch frei, Sanitäter anscheinend.
Harm Clausen
Harm geht sofort auf den freigewordenen Tisch zu und bedeutet den anderen sich erst einmal Futter zu holen, während er sich hinsetzt die Plätze freihält.
Christina Wächter
Noch in der Baracke schaut Christina verwundert auf, nachdem sie den letzten Hacken auf ihrer Liste gesetzt hatte, nur um festzustellen, dass sie alleine in dem Raum ist. Zügig packt sie die Sachen zusammen und läuft Richtung Kantine
Elderik Schlosser
"Ähm, Harm, soll ich dir schon etwas mitbringen, sonst wartest du eine halbe Stunde auf dein Essen."
Harm Clausen
Eldrick, nicht wahr? Dat wäre echt nett. Hol mir einfach wat von allem. Es sei denn es gibt Sauerkraut. Dat kannste da lassen. Lacht
Elderik Schlosser
"Ok, ich schau nach, außer die erlauben es nicht, wenn man 2 Sachen gleichzeitig holt."
Harm Clausen
"Dann nimm das, wo mehr Fleisch dabei ist."
Elderik Schlosser
Elderik nickte und marschierte los, um die erforderlichen Dinge zu erhalten. Brav stand er dabei in der Schlange und redete weiter mit Karl. "Ich kann dich doch Karl nennen oder?", erkundigte er sich zwecks Höflichkeiten.
Elsa Winter
Elsa verfolgt das gesamte Schauspiel schweigend, sie stand zwar hinter den Männern in der Schlange, aber bewusst lauscht sie ihnen nicht.
Oberst E. Heeresleitung
Karl: "Karl, klar. Unter uns und ohne Einsatz sollten wir vernünftig bleiben. Aber sobald ein Offizier anwesend ist, besser nicht. Hatte schon genug Ärger."
Elderik Schlosser
"Ja, die sind echt streng. Puh und das Training war hart. Ich war nie der Überflieger im Sport, deswegen war das fast traumatisch für mich.", Elderik grinst verlegen und schaut sich um. Übersieht jedoch dabei erst Elsa, bis er ein zweites Mal sie ansieht. "Hey, dich kenne ich doch, du warst im Ersthelferkurs mit in meiner Gruppe oder? Wie war gleich dein Name? Ich bin Elderik Schlosser und das ist Karl Weber."
Elsa Winter
"Jep, das war ich. Winter, Elsa Winter. Freut mich ihr beiden", nickt die Schwarzhaarige und schiebt ihre Kette wieder unter ihr Oberteil.
Elderik Schlosser
"Wir sind auch in einer Baracke oder?"
Oberst E. Heeresleitung
Weber: "Freut mich auch, Elsa. Bin gespannt, was gleich los sein wird, beim Appell"
Kaiser: "Und mich überseht ihr zwei. Hans Kaiser, ich liege unter deiner Matratze, Karl. Und wo ist unsere Sani hin?"
Elderik Schlosser
"Entschuldigung, Hans, ich habe dich wirklich übersehen."
Elsa Winter
"Ja, zusammen mit unserer Sani. Die müsste auch gleich hier sein, wenn sie noch was essen will. Tag Hans", fügt Elsa fast beiläufig hinzu.
Elderik Schlosser
Kurz legt Elderik ein überlegendes Gesicht auf, wer war Sani? Den Kopfzerbrechend machte er einen Schritt vor.
Christina Wächter
5min später kommt Christina auch endlich in der Kantine an und reit sich in die Schlange der wartenden Leute ein.
Oberst E. Heeresleitung
Jeder bekommt ausnahmslos nur eine Portion Eintopf, es ist Gemüse und sogar Fleisch erkennbar.
Elderik Schlosser
Mist, denkt sich der Rekrut und nimmt seine Portion. Einen Blick in die Schlange werfend, schätzt er ab, ob er eine neue bekommt, wenn er sich erneut anstellt. Rasch geht er zu Clausen zurück. "Hier, es ist wohl nicht gestattet, mehr als eine Portion zu nehmen. Ich stelle mich nochmal an.", ich setze ihn den Eintopf vor. "Außerdem kann man nur zwischen Eintopf und Eintopf, mit einem kleinen Schuss Eintopf wählen."
Elsa Winter
Nachdem sie ihre Portion erhalten hat, setzt Elsa sich an den freigehaltenen Tisch. Der Name des Rekruten, dem Elderik gerade seinen Eintopf überlassen hat, ist ihr schon wieder einmal entfallen, doch das macht ihr wenig. Er kann sich ja erneut vorstellen, wenn er es für wichtig hält. Sie nickt ihm zum Gruße kurz zu, dann rührt sie wenig begeistert in ihrem Eintopf, beginnt aber schließlich doch zu essen.
Harm Clausen
"Oh, danke. Ich hätte mich ansonsten auch einfach angestellt. Ich nehm dann Eintopf, wenn's recht ist."
Bevor die anderen alle eintrudeln, versucht Harm auszuhorchen, was an den Nachbartischen alles besprochen wird. Er versucht herauszubekommen, was in der Kaserne eigentlich gemacht wird.
Elderik Schlosser
Er lächelt und huscht in die Schlange und hofft, noch etwas zu bekommen. Doch merkt er, wie die Zeit knapp wird und kaum als er die warme Schüssel in der Hand hat, fängt er an zu Löffeln.
Christina Wächter
Mit der Schüssel in der Hand schaut sich Christina kurz um und läuft dann auf den freien tisch zu um dort eine halbe Portion zu essen und den Rest jemand anderem anzubieten.
Oberst E. Heeresleitung
Der Platz leert sich langsam, 15 Minuten bis zum Appell
Elderik Schlosser 1
Mit ein wenig Magenschmerzen schlingt Elderik das Essen hinab, stürmt an den Tisch mit seinen Kameraden und meint: "Los!" Dabei sieht er aufmunternd in alle Gesichter.
Harm Clausen
Harm hat sich "aufgeopfert" die Reste von Christinas Portion zu futtern und ist gerade fertig, als Elderik an den Tisch kommt. Erschrocken guckt er auf die Uhr und merkt erst jetzt, wie viel Zeit eigentlich vergangen ist. "Oh, Mann. Es wird jetzt wirklich Zeit. Sprung auf, Marsch, Marsch, Leute." Damit rennt er schon fast los, aber nicht ohne vorher sein Geschirr abzugeben und sich beim Kantinenpersonal fix zu bedanken. Dann wartet er ungeduldig bis zumindest die meisten sich anfangen zu bewegen und geht mit.
Christina Wächter
Da Christina ihre Sachen dank aufopfernder Unterstützung nicht wegräumen muss geht sie schon mal vor um sich Appell fertig zu machen.
Elderik Schlosser
Rasch hetzt er hinter den andern her. Die Schüssel auf einen der Träger für das Geschirr abgestellt und sich den Mund abwischen. "Oh je, bei Hintern, ich hoffe ich habe mich nicht bekleckert.", seufzt er.
Elsa Winter
Nach der Aufforderung bewegt sich auch Elsa wieder Richtung Ausgang. Ihr Geschirr gibt sie beim zuständigen Personal ab und nickt selbigen zum Abschied kurz zu. Jeder Soldat hat mal Kantinendienst, eine der Aufgaben, die sie wirklich nicht gerne macht.
Harm Clausen
Sobald Harm sicher ist, dass sich alle aufgemacht haben, eilt er in die Baracke macht sein ohnehin schon tadelloses Bett noch einmal fertig. Danach guckt er, wie das bei den anderen aussieht. Sollte es wirklich grobe Mängel bei jemanden geben, wird er das anmerken. Aus der AGA hat er zumindest eines gelernt: hat's einer verkackt, sind alle dran.
Christina Wächter
Christina verlässt die Baracke Richtung Appell ihr Bett ist nach Vorschrift gemacht, wie sie es in der Grundausbildung gelernt hatte. Sie selber ist so gut es eben, mit zu großen Klamotten, geht hergerichtet.
Elderik Schlosser
Eilig folgt er in die Baracke, sein zeug muss noch ordentlich verstaut werden. Der Koffer unters Bett in der Nähe des Kopfes, der Sack mit den Klamotten rasch verstaut und nochmal über das Bett gestrichen. Da raunzt ihn Harm an, dass die Decke schief ist und das Kissen nicht auf Kante liegt. Hurtig korrigiert er die Mängel, zieht ein Taschentuch und wischt nochmal über die Stiefelspitze. Nervös schrubbt er auch mal über die Pfosten des Bettes.
Elsa Winter
Zurück in der Baracke kontrolliert Elsa ihr Bett und schiebt ihre Taschen einfach darunter. Ausräumen kann sie die auch wann anders noch, sollte sich die Zeit dazu finden. Das Gemecker von Harm lässt sie zusammenzucken und sie wendet den Kopf. Allerdings war nicht sie Ziel des Angriffes, sondern Elderik. Nachdenklich legt sie den Kopf schief, während sie ihren Kameraden mustert. "Kann es sein, dass du da einen Fleck auf deiner Hose hast?", fragt sie dann und deutet auf einen dunklen Schatten auf Elderiks Schienbein.
Elderik Schlosser
Entsetzt über die Möglichkeit schaut er auf die Hose. Doch nein, es war kein Suppenfleck, es war nur Staub von unter dem Bett, wo nun sein Koffer lag. "Danke.", meinte er und wischte diese schnell weg.
Oberst E. Heeresleitung
1.2.1937 Punkt 14:00 Uhr Ein Oberfeldwebel betritt die Baracke. Perfekte Vorzeigeuniform, blanke Stiefel, Schnauzbart und harte Augen, die grimmig dreinblicken. Er ist mittelgroß, durchtrainiert, kantig-männliches Gesicht, durchaus attraktiv.
Harm Clausen
Sobald Harm den Oberfeldwebel sieht, stellt er sich stramm neben sein Bett. "Aaach-tung!"
Oberst E. Heeresleitung
Die Schützen Richter, Freiherr von Striegelwitz, Kaiser, Weber, Schultz, Schmidt stehen ebenfalls stramm.
Oberfeldwebel: "Heil Hintern" und grüßt zackig
Elderik Schlosser
Rasch strafft er sich und hält sich stramm, wie er es gelernt hat. "Heil Hintern!", erwidert er gefolgsam.
Harm Clausen
Harm reiht sich in den Chor ein.
Elsa Winter
"Heil Hintern", grüßt auch Elsa brav und steht vorbildlich stramm neben ihrem Bett.
Oberst E. Heeresleitung
Der Oberfeldwebel sieht sich prüfend um, marschiert alles ab. Er blickt auf sein Klemmbrett, was er unter dem Arm hat: "Ich sehe zehn Betten. Ich sehe hier zehn Namen auf meiner Liste. Ich sehe auch zehn ordentliche Kojen... aber ich sehe nur neun Nasen..." er blickt alle der Reihe nach an.
Oberfeldwebel: CLAUSEN, Erklärung!
Harm Clausen
Zuckt zusammen und steht strammer als vorher Herr Oberfeldwebel! Ich habe keine Erklärung. Ich habe vor dem Appell alle aus der Kantine gehen sehen. Guckt schnell die anwesenden Kameraden an Aber ich glaube irgendwo muss uns unsere Sanitäterin abhandengekommen sein.
Oberst E. Heeresleitung
Dem Oberfeldwebel schwellen die Halsadern an. Rot wird er auch noch und er brüllt: "DAS HEISST HERR OBERFELDWEBEL! APPELLPLATZ! AUSRÜCKEN! SOFORT!"
Harm Clausen
Rennt raus
Elsa Winter
Zuckt zusammen und beeilt sich hinterher zu kommen
Elderik Schlosser
Auch Elderik marschiert eilig hinaus.

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