Wie lernt ihr Rollenspiel? Systeme/Settings? Wie kann man Spiele supporten?

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koali
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Wie lernt ihr Rollenspiel? Systeme/Settings? Wie kann man Spiele supporten?

von koali am 27.04.2018 10:27

Hidiho,

eine Frage, die mich zur Zeit umtreibt:
Wie "lernt" ihr Settings und Systeme?

Ich berichte mal aus meiner eigenen Erfahrung. Ich bin recht lesefaul. Ich denke ich habe die meisten Sachen tatsächlich duch das Spielen gelernt. Wenn mich was interessierte, dann hab ich durch ne Gruppe das Stetting bzw die Welt kennengelernt. 

So lief es bei den 3 Großen Systemen/Settings in meinem Leben: DSA, Cthulhu und Vampire. Auch mit Engel ging das ähnlich.

Dann sind da Systeme und Settings, die ich mir selbst erarbeiten musste, wie Scion, Dark Heresy oder seid neustem Arcane Codex. 

Obwohl ich bei Warhammer viel Hintergrundwissen duch das Tabletop hatte udn somit der Settingpart abgedeckt ist, fällt mir das "lernen" des Systems schwer in eigenregie. Hab dann irgendwann Runden mitgespielt und zack ging es besser.

Mit der Onlinestreamcommunity kommt nun ein weiterer Aspekt hinzu wie ich finde. Das Stream anschaun. Das "aktive" betrachten anderer Settings und Systeme als Zuschauer.  Auch hierbei lerne ich viel. Aber es wirkt beim Aspekt System auch nicht wirklich. Das habe ich Bei Fate lernen müssen. Da habe ich mir einige Onlinerunden angesehn aber irgendwie kaiert hab ich es weder beim Lesen noch beim anschauen. 
Auch gespielt hab ich es dann (leider nur in Eigenregie bisher) und es macht einfach nicht klick, bei den Regeln. 

Jetzt wo ichgrade ein neues Regelwerk mit der dritten Edition von Arcane Codex in den Händen halte frage ich mich, anlässlich der Dicke des Buches. Puuuhhhh.... willste dir den Regelpart und das Setting wirklich reinziehn. Ich blättere das Buch duch erfreue mich am Artwork und lese ein wenig hier und da, aber imer wenn es konkret wird, scheut es mich. Da setzt dann bei mir das verlangen ein einen SL zu haben, der mich da führt. Gut, das Ich AC bals zumindest in nem Oneshot mal spielen kann. 

Es gibt sicher Menschen, die allein aus den Büchern heraus alles sofort checken. Aber ich glaube das Spielen ist der beste Lehrer. Zumindets für den Settingaspekt.

Videos und Streams machen Neugierig auf Settings würde ich sgaen nicht so sehr auf Systeme. Vorallem Videos können Settings prima erklären, wie z.B. die L5R Videos vom Mischka zeigen. Das gleiche mit Regelviedeos, zum Beispiel für DSA5 von Phexarius is zwar auch OK... aber hintelässt bei mir immer son ähh... jaaa... gefühl, dass sich erst beim Spielen legt. 

Dann gibt es da noch die Foren und Diskussionsgruppen oder Chats. Was leisten die? Dort kann ich über alles jederzeit nachfragen oder Dikussionen nachlesen. Meist steige ich aber nicht dahinter, wenn es um spezifisches geht. Ich muss selbst aktiv werden und gewisse Vorarbeit leisten um an Systeme oder Settings ranzukommen. Daher werden für mich Foren immer nur als ergänzung zu anderen Medein funktionieren. Und man hat dort imemr den apersönlichen Persönlichkeits aspekt (so nenne ich das jetzt einfach mal Frech), heißt immer auch Leute, die es vielelicht nicht ganz so gut mit dir und deinem Anliegen meinen oder es eben ZU gut meinen. 


Was können und leisten die einzelnen Medien für das Rollenspiel also?
Komme ich mal zur Wertung (und das ist meine ganz eigene und persönliche).  

Bücher: Setting, System - ditalliert beschrieben - Basis und Niederschrift des eigentlichen Spiels
Videos/Streams: Setting - Neugieraspekt, Anschauungsunterricht
Foren/Chats: System/Setting - Vertiefung der Materie und Hilfe bei Nichtverständnis
Spiel: Setting, System - Erfahung des Ganzen, schrittweise herangehensweise und an die Hand nehmen.

Duch das Spiel wird also ein ganz eigener Aspekt des "Lernens" angesprochen. Vielleicht sind ja Pädagogen hier unter den Usern. Ich denke duch das das Durchführung und MACHEN von Dingen lernt man am effektivsten, besonders wenn mit Mitspielern und Spielleiter. Das spielerische Lernen hat ja auch in der pädagogik einen großen Stellenwert, wenn mich nicht alles täuscht. 

Auch aus Büchern oder voin Videos oder aus "Gesprächen" kann man lernen, aber meine Frage an euch ist: Wird dieses Lernen iom bezug auf das Rolenspiel jemals so effektiv sein, wie ein Spiel?
Wenn ich also recht habe mit meinem Gefühl, dass nur das Spiel allein uns am besten neue Settngs und Systeme näherbringt. 
Müssten wir alle dann nicht mehr Spielrunden für Neulinge anbieten? Einfach um es leuten einfacher zu machen in unserem Tollen Hobby Fuß zu fassen?
Müssen Verläge nicht verstärkt auch auf Demorunden setzen, wenn sie neue Veröffentlichungen haben? Grade in zeiten des Onlinespiels ist dies ja möglich? Würdet ihr euch wünschen, dass Verläge so arbeiten. Heißt so 1-2 Monate In bestimmten Rahmen Demos anbieten, wenn was neues erscheint? Auf Messen machen sie das ja schon. 
Von Wyrdgames kenne ich auf Tabletopseite die sogenannten Henchman. Heißt Privatleute, die das Spiel lieben, das verkauft wird (in dem Fall: Malifaux - Ein Tabeltopskirmishgame). Jeder der das Spiel liebt kann sich melden bei Wyrd und einen Rollenspielladen oder eine Plattform nennen wo er das Spiel supporten kann. Wenn er das dann macht und dies vom Landenbesitzer supportet wird. Erhält er eine Kryptowährung von Wyrd die er nach und nach in produkte der Firma umwandeln kann. 
Sowas ähnliches hat Ulisses ja auch mit den Drachlingpaketen versucht oder macht es noch (bin da nicht so informiert). Heißt man Gewinnt Privatleute für den Support des Games vor Ort durch Demos oder Aktionen und "bezahlt" sie für ihre mühe mit Artikeln, die sie für eben ihre Demos etc brauchen. Eine Win Win Situation denke ich. Und doch stieß zumindest die AKtion von Ulisses damals auf harschen Wiederstand. Warum eigentlich? Falsche Kommunikation? Möchte man nicht, dass Leute bestimmte Dinge von Ulisses an den Mann bringen? Fühlte man sich ausgenutzt? In welcher Form könnten Verläge ihrer Rollenspielsysteme pushen?
Eine Idee wäre ja z.B. Streams und Rollenspieldemos auch Online zu supporten, bzw eine Möglichkeit zu schaffen diese Supporten zu können. Sei es mit Bildmaterial (Token & Maps für Roll 20), einfacher Erlaubnis für Streamer Material zu zeigen (wie garde im Fall von DSA geschehen - was ich übrigens sehr cool fand). Ich denke "richtige" Bezahlung ist nicht leistbar. Aber grade der Onlinespielaspekt hat starke Möglichekiten für Neulinge. Ich denke auch an sowas wie Wikis, Stadtkarten zum einblenden, Charakterbögen, NPC Hilfen. Schnellstarter. Kaeine Ahnung. Vielleicht wisst ihr ja ne Möglichkeit solche Supporter zu unterstützen!?


Wie seht ihr das mit dem lernen, wie seid ihr da drauf? Braucht ihr ein Spiel um ein System oder Setting so richtig drauf zu haben? Oder schafft ihr das durch das Lesen des Buchs allein schon recht gut?
Welche Konsequenzen ergeben sich aus euren Vorlieben?


PS: Ja das is ne Wall of Text. Ich entschuldige mich schonmal hier für die massiven Tippfehler. Aber das musste mal raus aus meinem Kopf. Vielleicht hat ihr ja noch andere Ideen und Sichtweisen. :)


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Teylen

38, Weiblich

Beiträge: 348

Re: Wie lernt ihr Rollenspiel? Systeme/Settings? Wie kann man Spiele supporten?

von Teylen am 27.04.2018 14:52

Ich lerne Systeme wie Settings in erster Linie in dem ich mich hinsetze und das Buch durchlese.
Zumindest wenn ich es Spielen oder auch Spielleiten möchte.
Wenn mir ein Buch zu unzugänglich ist (W20) oder ich auf ein gräßliches Element stosse (VDA20, "Giovani") hat das Spiel bei mir schnell bis auf weiteres verkackt.

 

Hinsichtlich Settings greife ich mitunter auch auf Erklärbär-Podcasts und YouTube Videos zurück.
Das heißt gerade in Bezug auf die WoD finde ich diese hilfreich um Zugang und Informationen jenseits von Vampire zu finden.
Daneben werde ich bei News-Posts sowie schriftlichen Besprechungen mitunter aufmerksam.

Letztlich greife ich gelegentlich bei Runden-Angeboten zu. Wo ich mich dann als Voll-Neuling melde und schaue ob es mir gefällt. Wenn es mir gefällt informiere ich mich weiter (Vampire Requiem 2nd), wenn nicht (DSA5, Genesys) spiel ich halt mir und lass es daneben sein.

Hinsichtlich der Möglichkeit sein System zu unterstützen.
Zunächst benötige ich dafür ein Buch an das ich glaube respektive glauben kann. Das heißt ich bin eher geneigt ein System das ich zugänglich finde zu unterstützen, als jetzt eins das Neulingen ein 500+ Seiten Regelwerkmonster vor die Beine schiebt. Weshalb ich bei der V5 eine Ecke aktiver bin als bei der V20.

Dann ist für mich der erste Schritt zu versuchen die Leute zu informieren. Das heißt, wenn man ein geiles Spiel hat, müßen die anderen erstmal davon erfahren. Was schwierig ist, da man ja nicht dem Wald etwas von Bäumen erzählen mag.
Dahingehend finde ich es wichtig eine Plattform zu bieten die keine Einstiegshürde hat und in der man auch mehr Informationen anbieten kann. Also ein Blog. Einfach weil Social Media Plattformen nur eingeschränkt für Aussenstehende zugänglich sind (gerade fB) und andere Plattformen wie Foren recht speziell sind und eingeschränkt in der Gestaltung.
In Bezug auf die Artikel finde ich es wichtig von "Es ist besser als <...>" abzusehen. Weil man damit nur allen die <...> positiv finden eins vor's Schienbein gibt und Widerstand forciert.
Diese Informationen und Artikel müßen dann verbreitet werden, weil Leute das eigene Blog nicht einfach so finden. Wobei es sich hierfür andient eine Liste von Werbeplätze zu machen, mit den Leuten zu reden und genügend Menschenverstand zu zeigen um nicht als Spam-Liesl berüchtigt zu werden. XD

Das ganze ist, auch für Dinge die man mag, relativ arbeitsintensiv. Heißt ich merke das gerade extrem in Bezug auf die V5 News-Welle. In dem Kontext sollte man sich einen Rahmen setzen (z.B. 1 Post pro Tag, maximal 5) und Prioritäten (z.B. Artikel vor gründlicher Werbung). Weil man sich sonst ausbrennt.

Man sollte die Reaktionen im Auge behalten, und versuchen möglichst positiv respektive nett zu bleiben. Ebenso ist es okay und gut auf Kommentare zu antworten, wobei man net zu dominant rüber kommen sollte.

Daneben kann man versuchen das System durch Runden-Angebote zu unterstützen.
Das heißt ich habe die fast ein Dutzend V5 Runden letztes Jahr geleitet um das Spiel bekannt zu machen. Wobei es relativ arbeitsintensiv ist, und im Fall von Conventions Zeit und eigene Ressourcen kostet. Je nachdem kann man hierbei jedoch auch einen Verlag anschreiben, und versuchen an etwas Bonus-Material zu kommen - wie den V5-Alpha-Playtest zur RatCon, den ich dank White Wolf und der Wreckin' Crew erhielt. Letzteres motiviert auch einen selbst.
Bei Runden kann man gucken das man sowas bietet wie QR-Codes. Damit die Leute weitere Infos finden. Vielleicht ein paar Auslagen mit Infos. Oh, und man kann Demorunden nicht nur bei Cons anbieten, sondern auch bei Läden oder im Rollenspielclub.
Allgemein sollte man auch da aufpassen das man sich nicht selbst ausbrennt.

Das Problem bzw. die Herausforderung bei den Drachlingpaketen ist, das sie eine sehr starke Abspeckung der Verlagsseitigen Supporter respektive Demorunden darstellen.
Das heißt davor ist man als Supporter beispielsweise auf die RPC oder die SPIEL gefahren und hat Übernachtung, Essen wie Eintrittskarte bekommen. Dafür hat man dann auf der SPIEL durchgehend geleitet, auf der RPC hieß es Runden in 2 Stundenslots, 1/2 Pause, nächste Runde. Das heißt es ist schon einiges an Aufwand und durchaus richtiger Arbeit.
Das man jetzt für Werbematerial Geld zahlt, dann ohne Unterstützung über das Werbematerial hinaus und ohne alles weitere auf der Convention leitet ist da schon deutlich weniger ideal. Gerade wenn man vielleicht nicht DSA für Ulisses supporten will, sondern Vampire wofür man nichtmals richtiges Werbematerial kriegt.
Das wäre als wenn ich White Wolf nach Unterstützung für die RatCon gefragt hätte, mit dem Angebot drei V5 Runden zu leiten, und die hätten gesagt: "Joah, gut, mach das gerne; kostet dich aber 25€ kriegst ein T-Shirt und Material für Exalted". Da hätte ich arg doof drein geguckt XD

 

"bezahlt" sie für ihre mühe mit Artikeln, die sie für eben ihre Demos etc brauchen.


Das ist als wenn du einen Student der für deine Futter-Bude Werbung machen willst mit nem Werbe-TShirt und Werbe-Flyern "bezahlst" - für den du den Student auch noch um Geld bittest.
Selbst wenn es die Lieblingsfutterbude des Studenten ist, mag der dann vielleicht nimmer.
Gerade wenn es davor durchaus mal eine "richtige" Bezahlung mit Unterkunft-Unterstützung und Essens-Gutscheinen für den Studenten gab.

 

Ich denke das mindeste wäre dahingehend Supporter die Supporten wollen zumindest keine Extra-Kosten aufzuerlegen. Und dann zu gucken ob man sie vielleicht zumindest kostenlos auf das Event kriegt.

"Fahren wir mit dem Zweisitzer oder dem Combi?"
"Ach Schatz, nehmen wir doch das General Utility Non-Discontinuity Augmented Maneuvering System."

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Honehe

31, Männlich

Beiträge: 170

Re: Wie lernt ihr Rollenspiel? Systeme/Settings? Wie kann man Spiele supporten?

von Honehe am 27.04.2018 18:54

Auch ich lerne Systeme durch das Durcharbeiten des Regelwerkes. Daher ist es auch echt wichtig, wie es geschrieben ist. Denn Regelwerke, die sehr »trocken« sind, liegen dann hier schon mal eine ganze Weile rum, bis ich endlich »durch« bin.
Aber meist lese ich etwas von der Welt, dann die Regeln und versuche schonmal einen Charakter zu bauen. Wenn mich die Welt geflasht hat, dann brauche ich eine Gruppe mit der ich das Ganze testen kann.
Denn ehrlich etwas über das Spiel kann ich erst sagen, wenn ich es mehr als einen Abend gespielt habe.
Ein Beispiel dazu ist 7te See, das hatte mich beim Lesen wirklich mitgenommen und als ich dann die Runde gespielt habe, blieb es leider eher bei einem »Naja«, da ich mit den Regeln nicht wirklich warm geworden bin.

Unbekannte Systeme gucke ich mir gerne in Streams an. Daraus kann man auch echt viel über die Welt und die Regeln lernen. Ich muss sagen, dass ich das DSA Regelwerk noch nicht wirklich gelesen habe, aber einfach durch die Streams kannte ich vieles schon. Das ist eigentlich perfekt. Man genießt eine tolle Geschichte und lernt dabei :)

Genauso zeige ich in meinen Streams gerne Settings, die eher unbekannt sind, die ich aber sehr cool finde. Offensichtlich habe ich Dich, Koali, ja schon zu Arcane Codex gebracht. Das freut mich total und zeigt mir, dass es auch klappt. Wir sind am Überlegen, ob wir den Verlag auf der RPC mal ansprechen können, wenn sie denn da sind. Denn wir würden gerne das Spiel unterstützen, vielleicht unterstützt uns der Verlag ja dabei. Und wenn es nur die Rechte sind, die Bilder zu verwenden. Sowas ist ja auch eine Win/Win Situation. Ich weiß gar nicht wie bewusst den Rollenspielverlagen die Community eigentlich ist. Von Ulissess und Pegasus weiß ich es, aber bei den Kleineren bin ich mir nicht sicher.

Fazit: Wenn ich mich ein System interessiert, informiere ich mich erstmal über die Teilzeithelden oder ähnliche Portale, schaue dann ob es hier im Nerdpol Runden dazu gibt. Wenn ich weiterhin Interesse habe, lege ich mir das Regelwerk zu und lese mich in die Details ein.
Wenn ich ein System richtig gut finde, versuche ich es dann zu unterstützen, indem ich es bekannt mache. Indem ich drüber rede oder indem auf unseren Kanal die ein oder andere Runde auftaucht.

Es wird übrigens Hodnee ausgesprochen. Komisch, aber wahr.

Besucht doch auch unseren YouTube-Kanal

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Dorschreiter
Gelöschter Benutzer

Re: Wie lernt ihr Rollenspiel? Systeme/Settings? Wie kann man Spiele supporten?

von Dorschreiter am 27.04.2018 20:58

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.05.2018 00:33.

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