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Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen
von VincentShine am 01.07.2015 16:02Burning Wheel ^^ wie ich bereits gesagt habe.
Das ganze Regelwerk ist quasi um die Charaktere herum aufgebaut. Jeder Charaktere hat Ziele, Instinkte und Überzeugungen die allesamt auch Mechanisch sich aufs Spiel auswirken. Wenn man beispielsweise den Zielen und Überzeugungen folgt erhält man verschiedene Bonuspunkte die teils massive Auswirkungen auf das Spiel haben.
Das System ist einigermaßen komplex, aber die Komplexität kommt in diesem Falle nicht daher, dass man Kampfwerte der Charaktere ausrechnet, sondern um den Charakteren mehr Tiefe zu geben.
Das ganze Regelwerk auszuführen würde hier mehrere Seiten benötigen.
Hier ein (englisches) Video, das versucht es zu erklären: Burning Wheel erklärt
Ich hab sogar Aspekte davon in meine Numenera-Kampagne eingebaut.
1. auch hier würde ich auf Burning Wheel verweisen. Dort muss man beispielsweise auch negative Traits kaufen, eben weil sie einem Probleme bringen.
Aber in dem meisten üblichen Systemen würden die Spieler doch eher die Nase rümpfen, wenn sie erfahren, dass ihre Idee dafür sorgt, dass ihr Charakter deutlich schwächer sein wird als der Rest der Truppe. Wenn du da Ausnahmen kennst: schön. Aber die Regel ist es sicher nicht.
2. deine Beispiele sind allerdings in den wenigsten Systemen (sinnvoll) möglich. In DnD beispielsweise nicht.
Außerdem bezieht sich mein Zitat darauf, dass man Spieler für ein Verhalten belohnt und nicht ihnen eine Option vor die Nase setzt. Die Regeln sollen unterstützen und zu bestimmten Verhalten animieren. Eine Option ist für mich keine Regel.
So ähnlich dachte ich mir das auch. Es kommt letztlich nur auf eine Präferenz an. Gefällt es mir oder eben nicht. Es gibt keine praktischen Gründe dafür eine Art zu bevorzugen und eine andere nicht.
Manchmal hab ich sogar den Eindruck das viele Abneigungen oder Probleme die Leute mit bestimmten Systemen oder Spielarten haben irgendwie unterbewusst sind. Manche mögen bestimmte Thematiken nicht, andere wollen bestimmte Zahlen oder Werte haben und die letzten Mögen den W10 nicht, der da benutzt wird.
Rollenspieler sind schon ein komischer Haufen O.o
Re: The Chaosium System
von Athair am 01.07.2015 15:15Es ist nicht meine Schuld, wenn Chaosium mehrere Bezeichnungen für Dasselbe benutzt.
Im Fandom scheint "The Chaosium System" auch einen gewissen Rückhalt zu haben.
Das tut hier auch keiner. Immerhin gibt es eine ganze Reihe von W100-Spielen, die ich nicht genannt habe. (Bespiele wären: Eclipse Phase, MERP, Rolemaster, HARP, Swordbearer, DragonQuest, Hârnmaster, James Bond RPG, TSR Conan/ZeFRS, ...) Deine Unterstellung läuft auch insofern ins Leere, als dass ich für jedes der genannten Spiele den Verwandtschaftsgrad zu Runequest & Co. benennen kann.
Eine vergleichbare Behauptung wäre: DCC RPG, Castles & Crusades, 13th Age, Pathfinder und Mutants & Masterminds3 hatten nix mit D&D zu tun. Auch da würde ich widersprechen!
Edit: Link ergänzt.
Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen
von SoulReaper am 01.07.2015 14:56Ja... du hast da etwas breiter ausgeführt, was ich auch schon im Kern gesagt hab... Ich sagte ja, dass System ist da Müll...
Und wo sind denn deine besseren Beispiele?
1. Das mag auf reine Powergamer Gruppen zutreffen. Ich kenne aber genug Leute, die eben eher mal genau sowas spielen wollen und dann auch mit den Problemen, die ein solcher Chara hat, umgehen wollen.
2. Du sagtest doch selber vorhin: "Wenn du willst, dass die Spieler etwas machen, mach ne Regel dafür."
Das sagte ich auch schon: Meiner Meinung nach sollten die Eigenschaften eines Charakters in den Regeln wiederspiegelbar sein. Das hat für mich was mit der Immersion zu tun. Kann ja sein, dass dir das nicht so wichtig ist, das ist ja OK. Aber ich hab das gerne.
Und ja, die Kämpfe werden durch solche Unterscheidungen für mich interessanter. Denn im Kampf bestimmt der Wurf nachher, wie ich den Kampf beschreibe. In ner für mich guten Runde gehts beim Kampf nicht: "Ah, ich hab getroffen. Ich mach jetzt *würfel* zehn Schaden." Ich versuche das ganze ineinander übergehen zu lassen. Und klar, dafür braucht man nicht unbedingt ein großes Regelset... aber wenn man ein gutes hat, kann es da helfen und das Spiel bereichern
Re: WH40K Schattenjäger
von EinfachNurA am 01.07.2015 14:50@DerSonntagsheld:
Was sind denn für dich die guten und schlechten Veränderungen bei Dark Heresy 2nd Edition?
Lohnend sollten für Schattenjäger alle Bücher sein, je nachdem wie tief man in den Hintergrund einsteigen möchte und was die Spieler spielen möchten oder was du ihnen als SL entgegenwerfen willst.
Wenn keiner Dämomenjäger möchte oder braucht, kann man sich den Band zum Beispiel sparen. Kommt eben auf die Gruppe an.
EinfachNurAs Blog
"Ohne A wären wir nicht nur alle aufgeschmissen, das Leben wäre auch weniger schön." - SirPadras
[Website/Blog] Endlich da! Die Website zum RollenspielReh -> Downloadmaterial, alle Staffeln, Spielerinfos und mehr!
von DasReh am 01.07.2015 14:16Endlich ist es so weit: Meine Spieler und ich haben eine Website eingerichtet.
So kommen wir den vielen Anfragen unserer Hörer nach, bieten einen tieferen Einblick in unseren Bundesrollenspielkeller und können einfach noch mehr Material anbieten!
Schaut einfach mal vorbei, folgt uns und kommt immer wieder 
www.RollenspielReh.de.vu
Liebe Grüße,
euer Reh + Team 
Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen
von Tsu am 01.07.2015 14:04Das Ganze wirde dann in D&D 5 (Forgotten Realms) wieder stark gemildert, da die Welten sich wieder getrennt haben
Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen
von Butzi am 01.07.2015 13:16Letztlich stellen ja Regeln immer nur eine Annäherung an einer Realitätssimulation dar. Und dabei spielt sowohl die Kampagne (inkl. Hintergrundwelt und Technologielevel) als auch die Spielergruppe eine große Rolle. Manche wollen einfach Monster moschen und Überhelden sein, andere finden es klasse, auch den Gang zur Toilette auszuspielen.
Ein schmales Regelsystem (oder gar ein gänzlich freies Storytelling) verlangt von SL und Spielern viel Einsatz. Das kann zwar toll sein, kann aber dazu führen, dass der SL zu viel willkürlich bestimmt. Außerdem neigen dann extrovertierte Spieler, die besonders kreativ und wortgewandt sind, dazu, das Geschehen nach ihren Wünschen zu formen.
Ich habe ganz bestimmt nichts gegen ambitionierte Spieler, die eine Kampagne durch intensives Rollenspiel voranbringen, ganz im Gegenteil! Aber man muss es eben in Relation zur Gruppe sehen. Ich kann dem schlagfertigen Improvisationskünstler nicht ständig alle Aktionen durchgehen lassen, weil er sie toll vermarktet, während der stille, weniger kommunikative Mitspieler vollkommen auf der Strecke bleibt.
Ein gutes Regelwerk sollte dem SL genug Möglichkeiten bieten, kreatives Spiel auch über die Werte auf dem Charakterbogen hinaus zuzulassen. Doch es muss parallel auch den bürokratischen Spielern erlauben, sich an den Regeln entlang zu bewegen und trotzdem tolle Momente zu erleben. So ein Regelsystem ist für gewöhnlich sehr modular aufgebaut und lässt sich vom gesamten Konzept her leicht an die jeweilige Kampagne anpassen.
Ansonsten mag ich Komplex und Einfach beide gerne, Dungeon Slayers ist nett und einfach, was ich gut finde, aber Rolemaster ist mega komplex und trotzdem awesome. Es kommt einfach drauf an.
@ Professor Darkness: Danke!
Ich weiß, dass Rolemaster viele Einsteiger mit seinen zahllosen Tabellen abschreckt. Aber ich spiele es seit 20 Jahren (mit allen Modifikationen, die mir ein dynamisches Spiel ermöglichen), und es ist für mich nach wie vor das beste System.
inhergehende Setting-Änderungen sind so oft Müll! Ich meine; DnD 4... Wieso? Was sollen denn diese Dragonborn? Ernshaft, das hat die Forgotten Realms für mich total versaut und damit spielen viel zu viele.
Ganz meine Meinung! Aber ich fürchte, dass dieser gestiegene Freak-Faktor (nicht nur bei D&D) vor allem durch PC-Spiele und MMORPG's ausgelöst wurde. Die Leute sind es eben gewohnt, Halb-Engel-Vampir-Magier-Assassinen zu spielen und wollen auch im P&P nicht darauf verzichten! 
Winston Zeddemore: "Sollen wir wirklich vor einen Richter treten und ihm erzählen, dass ein verschimmelter babylonischer Gott vom Central Park West aus über uns herfallen wird und die ganze Stadt zerreißt?!"
Egon Spengler: "Sumerisch, nicht babylonisch!"
Peter Venkman: "Großer Unterschied!"
DerSonntags...
Gelöschter Benutzer
Re: The Chaosium System
von DerSonntagsHeld am 01.07.2015 13:05Mit DnD würde ich sowas ohne schlechtes Gewissen machen. Vielleicht kein guter Vergleich.

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