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Re: Autoren zwischen krank und genial
von koali am 01.07.2015 02:40Viel über Autoren kann ich nicht sagen (dafür lese ich zu wenig)... aber King enpfand ich immer als extrem langweilig.
Als Krank habe ich Kafka in Erinnerung! 
Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen
von Trollchen am 01.07.2015 02:34Es gibt bei jeder neuen Edition zig Leute, die lieber bei einer der vorhergehenden bleiben,
niemand zwingt einen, das neue Zeug zu kaufen. Anfangs bekommt man das alte Geraffel ja sogar noch meist stark vergünstigt nachgeworfen von all denen, die ihren kram abstossen um neue Sachen zu kaufen. Später freilich wird es teurer, wenn nur noch Antiquariate oder Gebrauchtwarenbörsen weiter helfen können und die Sachen an Sammlerwert gewinnen.
Aber ob alte oder neue Edition: ebenso zwingt einen niemand, Regeln 1:1 zu übernehmen.
Dich stören Dragonborn? Lass sie halt weg.
Für Eberron fand ich den Wechsel von 3.5 auf 4 oder auch jetzt auf 5 ebenso verwirrend.
Wesentlich in der Edition 4 war aber was ganz anderes: Das Ganze wurde auf "balancierten Kampf" getrimmt,
alle Klassen vergleichbar nützlich, aber auf Kampffertigkeiten reduziert - mir ging da sehr viel Charme verloren.
Kein Fliegen mehr als dauerhafte Fortbewegungsart, viele Regeländerungen, welche man erst mal verkraften mußte (Ritualmagie, begleiter und deren Aktionen eher alternativ zu eigenen Aktionen, keine Heere von Untoten mehr, welche eigenständig handeln können...).
Unabhängig vom System mache ich mir jede Spielwelt wie sie mir gefällt - das Problem ist dann eher die Gruppe zu finden, welche die eigenen Vorlieben teilt, aber da Spielleiter seltener sind als interessierte Spieler finden sich schon Leute.
Zumindest Online, bei heimischen Tischrunden mit überschaubarer Zahl pot. Teilnehmer sind deren Geschmäcker natürlich wichtiger und die eigene Gestaltungsfreiheit dann halt eingeschränkter.
Das täuscht, weil man älter wird, die Zeit zu rasen scheint und man daher von Änderungen eher verschreckt wird.
D&D begann mit den Basiskästen, AD&D kam kurz darauf, dann Ad&D 2nd Ed., dann der Rohrkrepierer / Schnellschuß D&D 3.0 (was nie hätte so raus kommen dürfen), dann 3.5, 4.0, die Essentials und nu die 5er Version.
Guck mal da:
https://en.wikipedia.org/wiki/Editions_of_Dungeons_%26_Dragons
Auch andere Systeme haben mal mehr und mal weniger lange Zyklen pro Edition, aber wenn sie nicht den Neustart mit neuer Edition vollziehen, dann gehen sie wie beispielsweise Pathfinder halt in die Breite - da schreckt auch irgendwann jeder Neueinsteiger zurück, wenn er die Flut an Regelwerken sieht.
Im Idealfall sucht man sich ein System in einer Edition, welche einem zusagt und spielt diese dann, muß aber halt bei eingestellten Systemen unter Umständen mehr eigenen Entwicklungsarbeit investieren. Früher haben wir uns ganze Regelsysteme selber zusammen gebaut aus dem Besten aller Welten

Die Regeln erachte ich als Mittel zum Zweck, als Werkzeug, keinesfalls als Selbstzweck.
Von daher müssen sie halt hinreichend funktional sein, dass man damit arbeiten kann,
aber sollten auch nicht zur Wissenschaft für sich mutieren.
"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."
Marie von Ebner-Eschenbach
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Re: The Chaosium System
von Sarmur am 01.07.2015 02:09Dann solltest du vielleicht mal von Michael Moorcock die Runenstab Bücher lesen^^
Sturmbringer ist eine sehr düstere Fantasy Welt. Es herrscht dort Krieg zwischen zwei Fraktionen von Götter. Die Ordnung und das Chaos. Wobei Chaos nicht mit Böse gleichzusetzen ist. Es gibt hier nicht das klassische Böse und das Gute, die gegeneinander Kämpfen. Nur durch das Chaos entsteht zum Beispiel neues in dieser Welt. Früher oder später werden die charaktere in diesen Glaubenskrieg mit hinein gezogen, auf eine Seite. Es gibt zwar Magie, aber nicht in form von Zaubersprüchen, wie in den meisten Systemen. Man beschwört bei Sturmbringer verschiedne Dämonen und Elementarwesen, die einen dann eine anzahl Befehle ausführen.
Das System ist tödlicher als andere Rollenspiele, wie zum Beispiel Pathfinder und DSA. Man muss sich gut überlegen, mit was man sich anlegt und mit was besser nicht.
Re: The Chaosium System
von Trollchen am 01.07.2015 01:02Ich hab bislang bloß Runequest gespielt,
da flogen dann halt regelmäßig Gliedmaßen durch die Gegend.
Aber man hatte einen enormen Respekt vor Gegnern in Überzahl oder mit Fernkampfwaffen,
drei Armbrüste, die auf mich zielen? Öhm... Vielleicht sollte man sich ergeben?
(Oder in Deckung hechten).
Das Kampfsystem braucht dann halt auch entsprechende Heilzauber, sonst isses arg zerstörerisch,
Geister fand ich sehr stark, auch manche Gegner waren ultrafies bis unkaputtbar.
Das "ich brauche da noch ein Kreuz" (zwecks Steigerung) führte gelegentlich zu sonderbaren Spielsituationen,
aber alles in allem war es gut spielbar und spaßig, aber halt doch deutlich anders als andere Systeme
(auf D20, D6 oder ähnlicher Basis).
Geliebt habe ich bei Runequest die Trolle,
das größte Problem bei uns war aber, dass die Spieler alle "ihren Glauben" sehr extrem ausgespielt haben,
da sich niemand unterordnen wollte, lief es regelmäßig darauf hinaus, dass man sich gegenseitig umgebracht hat.
Und es wurde sehr viel intrigiert. Lag wohl im Wesentlichen an den Spielern,
auch wenn die Spielwelt das meiner Meinung nach mit begünstigt hat, da halt wirklich viele miteinander im Zwist lagen.
Und mit vielen "Glaubensrichtungen" konnte ich mich halt auch nicht anfreunden.
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Marie von Ebner-Eschenbach
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Re: GW-Tabletopper hier?
von Caco am 01.07.2015 00:56also mit den neuen Koffern ist das eigentlich kein Problem mehr
da passt sogar das neue Nagash Modell rein
Sollte also auch reichen für Tyrannocten und etc ;D
Re: H. P. Lovecraft
von blckmirror am 01.07.2015 00:18Schon geschehen! 
Autoren zwischen krank und genial
neulich auf einer schmalen Brücke: "You shall not pass!"
Gedanken vor dem wöchentlichen Aufräumen und Saubermachen:
"Ich bin das Opfer eines universellen Prinzips, der Entropie!"
Autoren zwischen krank und genial
von blckmirror am 01.07.2015 00:17Ok, auf Anregung von Clawdeen mache ich ein neues Thema in der Sabbelecke auf 
Ich erwähnte im Zusammenhang mit H.P. Lovecraft, dass ich Stephen King zeitweise krank finde. Diese Feststellung traf ich in meiner Jugend, und muß sie nun, nachdem ich im Laufe der Jahre eine Menge Bücher z.B. Schwedischer und US-Amerikanischer Thriller-Autoren mit Abscheu weggelegt habe, relativieren.
Aber... man stelle sich vor, dass ich als 18-jähriger kaum länger als erforderlich auf dem Klo geblieben bin, weil ich ES gelesen hatte!
Das ich in der Zeit auch weitergelesen habe, z.B. Friedhof der Kuscheltiere und anschliessend von dem Film angeekelt war, wo Mister King an der Umsetzung beteiligt war, und ein sabbernder Kinderzombie seine Eltern beißt. Wie King es immer wieder geschafft hat, mir meine Alltagswelt zu vergruseln, das war echt krank! Schreckgespenst und der Rasenmähermann haben ihr Übriges beigetragen, man sieht, ich war trotz Abscheu doch neugierig
Genial, gradezu Lovecraft'sch waren die Türen am Strand, durch die der Revolvermann in einem der ersten Bände des Turmzyklus ging und wo er den großen Krabben begegnet (die ihn dann natürlich auch nach Kräften zu verstümmeln suchen...). Sehr gut auch einer der modernen Vampirklassiker, wenn ich so sagen darf, "Brennen muß Salem".
Wenn ich an "Carrie" denke, an "ES" oder an "Das Ende eines Sommers", glaube ich, dass er als Kind oder Jugendlicher eine krasse Zeit hatte.
Phantastisch finde ich Langoliers. Ich sah zuerst den Film und fand die Story hammer! Habe mir dann das Buch gekauft und fand, dass der Film eins-zu-eins das Buch war (was mich ein bissl enttäuschte).
@Clawdeen: Ich hoffe, ich konnte die Sache mit Stephen King etwas erhellen 
Welche Autoren schweben für euch zwischen krank und genial? Bin schon sehr gespannt!
Gruß
blckmirror
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Re: The Chaosium System
von Athair am 01.07.2015 00:17So nennt/nannte Chaosium das System im goßen gelben BRP-Buch.
Im Grunde genommen möchte ich abklopfen, ob hier Interesse an den Spielen besteht. Ob sich weiterführende Diskussionen hier lohen. Deswegen interessiert mich zunächst, was bekannt ist. Was nicht. Was gespielt wurde/wird, ... und wie. Gerade in der deutschen Cthulhu-Szene scheinen die Regeln ja eher zu duldendes Übel zu sein. Aber vielleicht ist das eine "Insel-Haltung", die dem System - wenn man auf die anderen Spiele, die auf Chaosiums Haussystem zurückgehen, schaut - überhaupt nicht gerecht wird. Oder: Vielleicht verschenkt die "kanonisch deutsche Spielweise" wesentliche Potentiale des Spielsystems.
Meinerseits lese ich gerade Clockwork & Chivalry 2nd, ein Spiel das zur Zeit eines alternativen englischen Bürgerkriegs spielt.
Mit Cromwell, den verschiedensten politischen und religiösen Fraktionen und parlamentarischen verrückten Uhrwerk-Kriegsgeräte-Bastlern und royalistischen Alchimisten. Oder: Ganz England ist in Aufruhr. Freunde sind offiziell Feinde und umgekehrt. Da lässt sich wahnsinnig viel draus machen. Mit so viel Fantasy/Clockpunk/Geschichte, wie man eben will. Krieg/Kriegsthematik kann man einbauen oder als fernes Settingelement behandeln (und damit effektiv fast ganz raus nehmen). Bisher gefällt mir das Buch wahnsinnig gut. Charaktererschaffung und SL-Hilfsmittel (z.B. zum Abenteuerbau) begeistern mich gerade sehr.
... Dark Streets liegt hier auch noch. (Im georgianisches London [die Jahrzehnte vor Victoria], das durch die Folgen der Landreform und beginnender Indurtrialisierung massiv an verarmter Bevölkerung zugenommen hat, ist ein Ort das kein Gesetz zu kennen scheint. Autor und Magistrat Henry Fielding stellt zusammen mit seinem sehr scharfsinnigen und tüchtigen - aber blinden - Bruder die erste sanktionierte Quasi-Polizeieinheit zusammen. Die Bow-Street-Runners müssen mit allen Wassern gewaschen sein um dem Verbrechen etwas entgegen halten zu können. Gerade, wenn die großen Alten mit von der Partie sind.)
... und das OpenQuest-Spiel "River of Heaven" (eher Hard SF als alles andere) will auch noch gelesen werden. Könnte mein SF-Spiel werden. (Schattenjäger/Dark Heresy ist ja eher Dystopie als alles andere.)
Von den übrigen Sachen habe ich auch noch was. Zwei seien namentlich genannt:
WFRP2 wird gerade gespielt. An ein paar Stellen sind mMn Hausregeln notwendig (z.T. aus 40K-RPG) aber im großen und ganzen ist das immer noch ein sehr gut spielbares Spiel.
Schattenjäger habe ich längere Zeit gespielt. Zum Leiten bin ich da noch nicht gekommen. Gefällt mir relativ gut. Ist regelseitig (wie eigentlich alle Sachen von FFG) aufwändiger als es sein müsste.
Re: [Nerdpol Spieleabend] Coup (Juli Episode)
von plastikloeffel am 01.07.2015 00:14Eingetragen! 
und daran ist nur Dennis schuld!
und dann kommt Backfish mit der Streckbank!
Man findet mich auch auf youtube & twitch & Instagram & twitter & deviantart
Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen
von blckmirror am 30.06.2015 23:26Mir scheint, dass sich das Thema vor allem in der Charaktergenerierung widerspiegelt, etwas, das sich mir vorallem bei DSA4 gezeigt hat, also gehe ich grade mal auf das Thema ein.
Da ich immer mit einer konkreten Vorstellung von einem Char ins Spiel gezogen bin (als SL auch bei meinen NPC), gaben mir die Regeln lediglich die "Backform" vor, also welche Eigenschaften passen in den Char, den ich mir ausgedacht habe. Habe ich eine gewisse Gesinnung im Kopf? Wie möchte ich ihn spielen? Die Bandbreite z.B. von Gangstern in CoC ist breit, nicht weil die Regeln breit sind, es gibt ja keinen Differenzierung zwischen dem Zuhälter und dem Drogenboss, sondern weil ich als Spieler eigentlich nur ne Kanone und die entsprechende Gesinnung mitbringen muß. Ich verstehe aber auch, dass es deutliche Regelunterschiede geben muß z.B. zwischen einem Elementarmagier und einem Thaumaturg.
Ich bin der Ansicht, dass Schablonen für Anfänger gut geeignet sind (banal gesprochen: "Schau mal, der Waldläufer. Nimmst als Rasse den Elfen und schon haste was Richtung Legolas...")
Das verstehe ich auch gut. Ich hatte einmal einen Spieler, der völlig aus der Rolle fiel und meinte, tun zu können, wonach ihm grade der Sinn stand. Es war soweit ganz witzig, aber ich glaube, wir hätten einige Diskussionen vermieden, wenn wir uns konkreter an das Regelset gehalten hätten...
Weil sich Geschmäcker, der Zeitgeist und die Kenntnisstände aller Beteiligten verändern. Spieler, Autorern, Designer und Herausgeber sind mit dem Status Quo nicht mehr zufrieden und wollen eine neue, bessere Version ihres Spiels machen. Sei es, weil sich die alten Ausgabe nicht mehr verkauft, neue Leute im Team sind, die Fans nach Veränderung rufen oder neue Regel- und/oder Settingelemente entwickelt wurden, die man ins Spiel einbringen möchte. Wie immer sind viele dieser Veränderungen Geschmackssache, D&D 4 und D&D5 z.B. kamen in meinem Umfeld sehr gut an, allerdings zum größten Teil unterschiedlichen Spielern.
Jep, das leuchtet ein...
...und ist mal eine konkrete Auflistung, die mein Bauchgefühl mal ordentlich zurechtrückt

Ich habe zu danken, und bin froh, dass ich in so kurzer Zeit so viele interessante Dinge von euch erfahre!
neulich auf einer schmalen Brücke: "You shall not pass!"
Gedanken vor dem wöchentlichen Aufräumen und Saubermachen:
"Ich bin das Opfer eines universellen Prinzips, der Entropie!"


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