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Re: [???] DSA Kampagnen (Greifenfurt, Borbarad) mal anders?
von Mandavar am 12.10.2014 17:24Im Hangout haben wir uns darauf geeinigt "Das Jahr des Greifens" mit dem Storytelling System zu spielen und zwar in Aventurien.
Wie angekündigt werde ich mich in nächster Zeit melden, nachdem ich noch mit den anderen beiden gesprochen habe.
Trotzdem gibt es hier schonmal ein kleines Gimmick. Mein Aventurien to go Zettel ...
Re: [Musik] Was hört ihr gerade?
von Tchernabog am 12.10.2014 17:22Sverker von Corvus Corax 
http://www.youtube.com/watch?v=1FJmiyFD6PM
Re: Splittermond
von falk am 12.10.2014 16:12Naja, so generisch finde ich persönlich Splittermond jetzt nicht. Es hat durchaus einige interessante Punkte, die es sehr speziell machen. Regelseitig auf jeden Fall, dass wirklich jeder Magie anwenden kann, wenn er nur will. Also selbst ein Krieger kann mal kurz einen unterstützenden Kampfzauber wirken und trotzdem hauptsächlich ein Auf-die-Mütze-Hauer sein.
Von der Welt her gibt es je nachdem wohin man schaut schon auch sehr Splittermond spezifische Sachen. Klar als erstes die Mondtore, die zwar nicht gerade zahlreich sind, aber für ein China-Town in der Hauptstadt Selenias (sozusagen dem Mittelreich von Lorakis) reichts schon mal. Ich bin vielleicht zur Hälfte mit dem Weltenband durch und könnte noch einige weitere schön gemachte Beispiele bringen, z.B das Alben-Samurais mit der leibhaftig herrschenden Göttin in Kintai oder auch Esmodam die Stadt der Untoten. Ist alles vielleicht schon in irgendeiner Form mal dagewesen, hat aber trotzdem seinen eigenen, lorakischen Reiz.
Klar ist nach der kurzen Zeit noch nicht alles ausgearbeitet, schon gar nicht, wenn man es mit Aventurien vergleicht. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil und hat außerdem nichts damit zu tun, ob es zu generisch ist oder nicht. Ich glaube, SirPadras hat hier einzig und allein auf das Abenteuer im Schnellstarter angesprochen. Ist aber klar, dass so ein Abenteuer, das hauptsächlich dazu da ist, die Regeln zu testen nicht sehr intensiv auf die Welt selbst eingeht. Das wurde mit dem Weltenband meiner Meinung nach gut nachgeholt.
Jedenfalls macht Welt und Regeln einen schönen durchdachten Eindruck und reizt mich schon, das mal auszuprobieren.
Re: Shadowrun: Dragonfall
von Tchernabog am 12.10.2014 15:44Ok das wußt ich nicht, wieder was gelernt. ^^
Re: [???] DSA Kampagnen (Greifenfurt, Borbarad) mal anders?
von Mandavar am 12.10.2014 15:38Ich hab euch allen pns mit dem link für den Hangout geschickt.
Re: Shadowrun: Dragonfall
von Azradamus am 12.10.2014 15:37Tchernabog trifft ganz meine Meinung.
Ich hab's inzwischen nochmal neu angefangen, beeinflusst von Tsus Let's Play des Standardspiels und dem Erscheinen der Director's Cut Version. Und ich bin immer wieder fasziniert und höchst erfreut. Eine wirkliche schöne und mit sehr viel Liebe gemachte Erweiterung des Returns.
Amerikanisch? Naja, die Ideenschmiede ist doch sehr deutsch. ;) Auch, wenn man es auf Englisch produzierte um den Markt zu öffnen.
»If they give you ruled paper, write the other way.«
Juan Ramón Jiménez
Re: Splittermond
von Tchernabog am 12.10.2014 15:33Dieses generische ist meiner Meinung nach auch der größte Kritikpunkt an Splittermond.
Lorakis ist eine große Welt die quer durch den Garten alles bietet, wie ein Aventurien mit Asienteil. Gleichzeit fehlt aber (noch) das Ausgearbeitete und die gewachsene Geschichte Aventuriens. Es fehlt ein Wiedererkennungswert.
Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch eine riesige leere Leinwand mit der ausdrücklichen Einladung die mit eigenen Ideen zu füllen.
Das Regelsystem finde ich aber einfach großartig. Komplex genug um Tiefe zu geben und einfach genug um nicht von unnötigem Ballast aufgehalten zu werden.
Re: Shadowrun: Dragonfall
von Tchernabog am 12.10.2014 15:24Ist inzwischen schon eine Weile her dass ich es gespielt habe, aber ich kann sagen ich war absolut begeistert.
Die Geschichte fand ich fast noch fesselnder als die vom Grundspiel. Das beste waren aber die anderen Mitrunner mit ihren Geschichten die man nach und nach erfahren konnte. Alles in allem sehr glaubwürdig mit mehr Berlin-Flair als ich bei Amerikanern erwartet hätte.
Re: [Traumwerkstatt] Aufgabe 1
von Rarazal am 12.10.2014 15:23Ok, ich mach dann einfach mal den ersten Schritt 
Text 1
Wirklichkeit
Sie schaut ihn an. Staub tanzt im weichen Licht der diskreten Beleuchtung, schimmert und schwebt um ihn herum, sodass es beinahe so scheint, als kröne ihn ein kleiner Heiligenschein. Dieser surreale Anblick lässt sie für einen Moment fast vergessen, wo sie sich befinden, doch die Umgebung holt sie schnell wieder zurück: Der hölzerne Boden, die rote Sitzecke und natürlich der feine schwarze Anzug, den er trägt. Er sieht gut aus darin, wie ein echter Gentleman, und sein entschlossener Gesichtsausdruck bohrt sich tief in ihr Herz. Sie sehen sich in die Augen wie schon tausende Male davor, mustern sich, betasten einander mit wachsamen Blicken. Sie schluckt, während er auf sie zugeht, bebt, schließt ihre Augen und wartet, bis er sie küsst. Am liebsten würde sie jetzt in Flammen aufgehen, damit dieser Moment für immer währen kann, dieser Moment, in dem nichts mehr zählt außer ihm und ihr. Er atmet ihr ins Gesicht und bleibt vor ihr stehen. Tausende Emotionen tanzen in ihrem Herz: Angst, Verlangen, Liebe, Schmerz. Sie freut sich, und gleichzeitig fürchtet sie, was gleich geschehen wird. Er nimmt ihre Haare in die Hand, bestimmt greift er zu und zieht ihren Kopf heran, um die letzte Distanz zwischen ihren Mündern zu überbrücken. Er küsst sie, umschließt ihre Lippen fest mit den seinen, und in jeder Faser ihres Körpers entbrennt ein Feuerwerk. Dieses unbeschreibliche Gefühl, dass alles in den Schatten stellt, breitet sich in ihrem Körper aus, wütet, tobt, rast durch ihr Nervensystem bis -
„Cut!" Der Schrei hallt durch den Raum und alles ist vorbei. Rasch lösen die warmen Lippen sich voneinander, so routiniert, dass ihr Herz zum tausendsten Mal zu brechen droht. Drei Schritte werden zurück gemacht, und schon steht er wieder Welten von ihr entfernt. Er, mit seinem nüchternen Gesichtsausdruck.
„Nicht schlecht", sagt nun der Regisseur, „aber noch nicht das richtige. Du Natalja, siehst immer so aus, als würdest du gleich sterben. So guckt doch keine Verliebte! Also, nochmal das ganze, wir sind hier ja professionell."
Sie nickt nur still, und ihr Blick gleitet auf die andere Seite des Sets. Da steht er, der Mann, der sie grade zum wiederholten Male in Brand gesteckt hat, nur, um sie danach sofort wieder zu zerbrechen. Für die anderen ist er der Hauptdarsteller, doch für sie ist er so viel mehr: Kollege, Mitarbeiter, Freund, Helfer... Er ist der Mann, den sie liebt – und der das nie erfahren wird.

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