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SoulReaper

40, Männlich

Beiträge: 46

Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen

von SoulReaper am 01.07.2015 11:07

Ist er für mich erstmal grundsätzlich nicht. Ein gutes Regelwerk unterstützt dich darin gute "Charaktere" zu erstellen und belohnt es sich darum Gedanken zu machen. Grundregel 1 in Rollenspieldesign: "Wenn du willst, dass die Spieler etwas tun: Mach eine Regel dafür" Macht ein Spieler deshalb nie einen interessanten Charakter, wenn er keine Regeln dafür hat? Natürlich nicht. Unterstützt das System dich dabei? Musst du selbst "Lückenfüller" spielen, wenn es keine entsprechende Regel gibt? Jep Wer nicht weiß, was ich damit meine, sollte sich mal beispielsweise "The Burning Wheel" zu Gemüte führen. (Es zu erklären würde jetzt zu weit führen) Und wenn es dich dabei nicht unterstützt, dann sollte es dich wenigstens nicht dabei behindern, indem es dich dazu "zwingt" deinen Charakter auf eine ganz bestimmte (künstliche) Art und weise zu erschaffen. Den genau dass versaut mir persönlich Regelmäßig meine Konzepte, weil ich sie nicht mit den vorhanden Regeln verwirklichen kann.

Ich bleibe mal bei meinem "Stammsystem" D&D3.5/Pathfinder, einfach weils das System ist, dass ich am meisten gespielt habe. Da hast du ja beispielsweise über das Gesinnungssystem einen Mechanismus, der dir vorgeben soll, wie sich dein Charakter verhält. Meiner Erfahrung nach ist das aber totaler Blödsinn. Es schränkt nur ein, führt zu Knatsch in der Gruppe oder wird schlicht und ergreifend ignoriert. Für solche Dinge versuchen Regeln zu finden ist meiner Meinug nach nur Unsinn.

Man bekommt bei vielen Spielern eher unterschiedliche Charaktere, wenn das Regelsystem einem sagt: "Schau mal! Du kannst auch statt eines Kriegers oder Magiers einen Händler oder was weiß ich noch machen. Und wenn du willst, kannst du auch ein Kind, oder einen alten Greis spielen." Wenn das vom System mit vorgesehen wird und dies dann auch tatsächlich Unterschiede in den Werten macht, führt dies eher dazu, dass Spieler auch mal überlegen, etwas komplett anderes (und vielleicht auch außergewöhnliches) zu spielen.


Übrigens ist dein Beispiel mit dem Kleriker recht einfach: Nein, es macht wahrscheinlich keinen großen Unterschied, es sei denn, der SL macht einen Fluff-Unterschied, etwa weil der Kleriker mit der Prestigeklasse eine höhere Stellung hat.
Es macht aber sehr wohl einen Unterschied, ob ich einen komplett eingedosten Zwergenkrieger spiele, der eine unglaublich hohe Rüstung hat und gleichzeitig nur einen sehr langsamen, dafür aber dann verheerenden Schaden macht, oder ob ich einen agilen Krieger spiele, der zwar bei jedem Treffer aus den Latschen kippt, diesen aber auch super ausweichen kann. Und vielleicht macht der agile Krieger dann auch in der selben Zeit vier Angriffe, wo die Dose nur einen macht. Und solche Dinge sollten dann auch eher in den Regeln unterscheidbar sein.

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DerSonntags...
Gelöschter Benutzer

Re: The Chaosium System

von DerSonntagsHeld am 01.07.2015 10:42

Deine Eingangsfrage kann ich leider nicht mir neuen Werken beantworten. Deine Liste ist schon mehr als umfangreich.
Obwohl ich Elric/Stormbringer, Call of Cthulhu, RuneQuest und ein paar der Verandten gespielt habe - sogar selbst zusammen gefügt, für eine größere Spieltiefe -, habe ich von so einigen davon noch nicht einmal etwas gehört ... und ich bin immer hinter sowas her ...

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DerSonntags...
Gelöschter Benutzer

Re: 7te See

von DerSonntagsHeld am 01.07.2015 10:38

Der Onkel und ich spielen das schon zusammen etwa ein halbes Jahr und sind natürlich beibe begeistert.
(Er hat sich durch mich auch für den Kauf der Regelwerke entschieden.)

Man sollte allerdings keinen allzuhistorischen Anspruch daran stellen und es gibt logische Fehler, die man "korregieren" sollte, wenn man es spielt.
(Beispiel: in den Eisenlanden (also quasi Deutschland) ist der 30-jährige Krieg gerade vorbei, der wesendlich anders ablief, als in der Historie. Aber das wesentliche ... der Süden ist protestantisch und der Norden katholisch.

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DerSonntags...
Gelöschter Benutzer

Re: WH40K Schattenjäger

von DerSonntagsHeld am 01.07.2015 10:33

Meiner Meinung nach ist die 2 Regeledition durchwachsen.
Gute Neuerungen und auch schlechte.

Wenn Du ohnehin nur das deutsche Regelwerk möchtest, sollte sich noch ein bis zwei Jahre lohnen, die 1. Edition zu nutzen und auch zuzulegen.

Da allerdings langsam weitere Bücher im Englischen erscheinen, ist damit zu rechnen, daß irgendwann auch auf diese Regelserie umgestiegen wird.
(Ich selbst nutze es bereits, da ich die erste Edition überreguliert finde.) 

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La_Cipolla

38, Männlich

Beiträge: 533

Re: Autoren zwischen krank und genial

von La_Cipolla am 01.07.2015 09:47

Um als Künstler was zu taugen, darf man nicht komplett am Arsch sein
Aber Blickkontakt zum Abgrund muss schon da sein"




Ernsthaft, gerade die langfristig bekannten Leute sind meistens nur bekannt geworden, weil ihre Bücher irgendwie aus der Menge herausgestochen haben, und dazu muss halt auch das Denken ein bisschen vom Durchschnitt abweichen. Ich sage nicht mal, dass es lustig verrückt oder "cool anders" (tm) sein muss, es reicht auch, wenn man sich bspw. sehr gut in andere Situationen, Zeiten und Menschen hineinversetzen kann, oder wenn man Bekanntes mehr oder weniger subtil twisten lässt. 

Will sagen, ich denke der Übergang ist fließend.

Mein verstörendstes Leseerlebnis war wohl "The Nihilesthete" von Richard Kalich. Mannomann. Bei den alten Bekannten merkt man es aber auch gut, ich sage nur Poe, Schnitzler oder Hesse. Wobei man gerade bei den letzten beiden auch ebenso gut merkt, dass sie sich die Füße in der Realität bewahrt haben, was ich bspw. bei Lovecraft nicht beschwören möchte. Der scheint mir schon wie ein ziemliches Würstchen, trotz aller Begabung.

Los Muertos, ein Rollenspiel mit Skeletten - Inklusive Thread am Nerdpol!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.07.2015 09:48.

Clawdeen

49, Weiblich

Beiträge: 694

Re: Autoren zwischen krank und genial

von Clawdeen am 01.07.2015 06:57

@Clawdeen: Ich hoffe, ich konnte die Sache mit Stephen King etwas erhellen

Ja, danke. 

Du schreibst oben im Vergleich von Thrillern - vielleicht auch eine Frage der Einordnung? King schreibt ja phantastische Romane, was ja schon einigen Unterschied ausmacht, da finde ich - rein genrebezogen - den Vergleich mit Lovecraft natürlich grundsätzlich treffender.
Thriller können - im Vergleich zu den meisten Krimis, mal abgesehen von neueren Sachen wie von Jussi Adler-Olsen (den du ja u.a. bei dem Vergleich vielleicht meintest?) - ohnehin leichter schocken, weil ihnen das übernatürliche Element fehlt, sie damit dichter an der Realität (oder einer dem sehr nahe kommenden Variante) sind und damit wiederum "näher" an einem dran. Eins der Bücher, das mich am meisten schockiert hat, ist ein Thriller (mir fällt der Titel gerade nicht ein; vielleicht reiche ich den mal nach, wenn er mir wieder einfällt).

Gefragt habe ich, weil ich King tatsächlich eher gegensätzlich wahrnehme. King ist für mich: Normale Leute nehmen, sie irgendwelchen übernatürlichen Dingen aussetzen und gucken, was passiert. Was dabei heraus kommt, entfaltet sich in der Regel über mehrere Hundert Seiten hinweg, hat keine oder wenige Schocker, dafür aber eine Menge Subtext (gesellschaftliche Themen, biografische Erlebnisse des Autors). Auf diese Punkte (allein) bezogen finde ich den häufigen Vergleich von John Ajvide Lindqvist (um mal wieder einen Schweden einzuwerfen *g*) mit Stephen King übrigens auch ziemlich passend.

Wenn ich an "krank" denke, fällt mir als erstes Richard Laymon ein. Genial fällt mir zu ihm nicht ein, dazu hat er zu trashig geschrieben, aber "krank" passt da allemal. Ansonsten habe ich schon viel "krankes" Zeug in Horroranthologien (z.B. "Fleisch") gefunden, und auch z.B. der Festa-Verlag ist ja quasi auf solche Sachen spezialisiert ("Punktown" von Jeffrey Thomas würde für mich auch in diese Kategorie gehören).

Bei "zwischen krank und genial" fällt mir aber tatsächlich auch als erstes Kafka ein. 


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koali

47, Männlich

Beiträge: 3723

Re: Autoren zwischen krank und genial

von koali am 01.07.2015 02:40

Viel über Autoren kann ich nicht sagen (dafür lese ich zu wenig)... aber King enpfand ich immer als extrem langweilig.

Als Krank habe ich Kafka in Erinnerung!


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Trollchen

-, Männlich

Beiträge: 117

Re: Ruled to death? Vorteil und Nachteil der Regeltiefe in den verschiedenen Systemen

von Trollchen am 01.07.2015 02:34



Ich verstehe nicht, warum ich dann gleich am Kernsystem rumfeilen muss. Das passiert ja auch, dass sich Regelwerke fast komplett zu verändern scheinen (Bei DSA 3 und DSA 4 liegen ja Welten dazwischen, finde ich.) For what? Wieso? Arrgh! Und wieso Boykottiert sowas niemand?

Es gibt bei jeder neuen Edition zig Leute, die lieber bei einer der vorhergehenden bleiben,
niemand zwingt einen, das neue Zeug zu kaufen. Anfangs bekommt man das alte Geraffel ja sogar noch meist stark vergünstigt nachgeworfen von all denen, die ihren kram abstossen um neue Sachen zu kaufen. Später freilich wird es teurer, wenn nur noch Antiquariate oder Gebrauchtwarenbörsen weiter helfen können und die Sachen an Sammlerwert gewinnen.

DnD 4... Wieso? Was sollen denn diese Dragonborn? Ernshaft, das hat die Forgotten Realms für mich total versaut

Aber ob alte oder neue Edition: ebenso zwingt einen niemand, Regeln 1:1 zu übernehmen.
Dich stören Dragonborn? Lass sie halt weg.
Für Eberron fand ich den Wechsel von 3.5 auf 4 oder auch jetzt auf 5 ebenso verwirrend.
Wesentlich in der Edition 4 war aber was ganz anderes: Das Ganze wurde auf "balancierten Kampf" getrimmt,
alle Klassen vergleichbar nützlich, aber auf Kampffertigkeiten reduziert - mir ging da sehr viel Charme verloren.
Kein Fliegen mehr als dauerhafte Fortbewegungsart, viele Regeländerungen, welche man erst mal verkraften mußte (Ritualmagie, begleiter und deren Aktionen eher alternativ zu eigenen Aktionen, keine Heere von Untoten mehr, welche eigenständig handeln können...).

Man kann die Welt doch einfach bei dem belassen was sie ist

Unabhängig vom System mache ich mir jede Spielwelt wie sie mir gefällt - das Problem ist dann eher die Gruppe zu finden, welche die eigenen Vorlieben teilt, aber da Spielleiter seltener sind als interessierte Spieler finden sich schon Leute.
Zumindest Online, bei heimischen Tischrunden mit überschaubarer Zahl pot. Teilnehmer sind deren Geschmäcker natürlich wichtiger und die eigene Gestaltungsfreiheit dann halt eingeschränkter.

Ja, früher haben sich Regelwerke wesentlich länger gehalten. A-D&D 1&2 (An sich ja sehr ähnlich, da hat das Konvertieren ja kaum Arbeit gemacht) hielten sich gut 20 Jahre oder so?

Das täuscht, weil man älter wird, die Zeit zu rasen scheint und man daher von Änderungen eher verschreckt wird.
D&D begann mit den Basiskästen, AD&D kam kurz darauf, dann Ad&D 2nd Ed., dann der Rohrkrepierer / Schnellschuß D&D 3.0 (was nie hätte so raus kommen dürfen), dann 3.5, 4.0, die Essentials und nu die 5er Version.

Guck mal da:
https://en.wikipedia.org/wiki/Editions_of_Dungeons_%26_Dragons
Auch andere Systeme haben mal mehr und mal weniger lange Zyklen pro Edition, aber wenn sie nicht den Neustart mit neuer Edition vollziehen, dann gehen sie wie beispielsweise Pathfinder halt in die Breite - da schreckt auch irgendwann jeder Neueinsteiger zurück, wenn er die Flut an Regelwerken sieht.

Im Idealfall sucht man sich ein System in einer Edition, welche einem zusagt und spielt diese dann, muß aber halt bei eingestellten Systemen unter Umständen mehr eigenen Entwicklungsarbeit investieren. Früher haben wir uns ganze Regelsysteme selber zusammen gebaut aus dem Besten aller Welten

Die Regeln erachte ich als Mittel zum Zweck, als Werkzeug, keinesfalls als Selbstzweck.
Von daher müssen sie halt hinreichend funktional sein, dass man damit arbeiten kann,
aber sollten auch nicht zur Wissenschaft für sich mutieren.



"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."

Marie von Ebner-Eschenbach

Auf Youtube Trollstrolch
Und auf trollchen.com und twitch

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Sarmur

49, Männlich

Beiträge: 38

Re: The Chaosium System

von Sarmur am 01.07.2015 02:09

Meinerseits lese ich gerade Clockwork & Chivalry 2nd, ein Spiel das zur Zeit eines alternativen englischen Bürgerkriegs spielt.

Dann solltest du vielleicht mal von Michael Moorcock die Runenstab Bücher lesen^^


Sturmbringer ist eine sehr düstere Fantasy Welt. Es herrscht dort Krieg zwischen zwei Fraktionen von Götter. Die Ordnung und das Chaos. Wobei Chaos nicht mit Böse gleichzusetzen ist. Es gibt hier nicht das klassische Böse und das Gute, die gegeneinander Kämpfen. Nur durch das Chaos entsteht zum Beispiel neues in dieser Welt. Früher oder später werden die charaktere in diesen Glaubenskrieg mit hinein gezogen, auf eine Seite. Es gibt zwar Magie, aber nicht in form von Zaubersprüchen, wie in den meisten Systemen. Man beschwört bei Sturmbringer verschiedne Dämonen und Elementarwesen, die einen dann eine anzahl Befehle ausführen. 

Das System ist tödlicher als andere Rollenspiele, wie zum Beispiel Pathfinder und DSA. Man muss sich gut überlegen, mit was man sich anlegt und mit was besser nicht. 

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Trollchen

-, Männlich

Beiträge: 117

Re: The Chaosium System

von Trollchen am 01.07.2015 01:02

Ich hab bislang bloß Runequest gespielt,
da flogen dann halt regelmäßig Gliedmaßen durch die Gegend.
Aber man hatte einen enormen Respekt vor Gegnern in Überzahl oder mit Fernkampfwaffen,
drei Armbrüste, die auf mich zielen? Öhm... Vielleicht sollte man sich ergeben?
(Oder in Deckung hechten).

Das Kampfsystem braucht dann halt auch entsprechende Heilzauber, sonst isses arg zerstörerisch,
Geister fand ich sehr stark, auch manche Gegner waren ultrafies bis unkaputtbar.
Das "ich brauche da noch ein Kreuz" (zwecks Steigerung) führte gelegentlich zu sonderbaren Spielsituationen,
aber alles in allem war es gut spielbar und spaßig, aber halt doch deutlich anders als andere Systeme
(auf D20, D6 oder ähnlicher Basis).

Geliebt habe ich bei Runequest die Trolle,
das größte Problem bei uns war aber, dass die Spieler alle "ihren Glauben" sehr extrem ausgespielt haben,
da sich niemand unterordnen wollte, lief es regelmäßig darauf hinaus, dass man sich gegenseitig umgebracht hat.
Und es wurde sehr viel intrigiert. Lag wohl im Wesentlichen an den Spielern,
auch wenn die Spielwelt das meiner Meinung nach mit begünstigt hat, da halt wirklich viele miteinander im Zwist lagen.
Und mit vielen "Glaubensrichtungen" konnte ich mich halt auch nicht anfreunden.

"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."

Marie von Ebner-Eschenbach

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